Ausstellung / Exhibition

"DER GEFALTETE RAUM 2.0"

"THE FOLDED SPACE 2.0"

 

 

Workshops zur Ausstellung DER GEFALTETE RAUM 2.0

finden Sie hier!

 

 

Medienberichte zur Ausstellung

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Ausstellungsrundgang 2016
Kulturredakteurin KIRSTEN HAUSER berichtete über mehrere aktuelle Grazer Ausstellungen in Steiermark Heute am 13. Oktober 2016, vorneweg über die Ausstellung DER GEFALTETE RAUM 2.0 im MUWA, wo sie ein Gespräch mit Ass.-Prof.in Dr.in MILENA STAVRIC führte.
Galerienrundgang u.a.MUWA folded space.m
MP3 Audio Datei 4.3 MB

 

 

 

 

 

 

MILENA STAVRIC

beim ORF Interview

KIRSTEN HAUSER, MILENA STAVRIC, JOSEF KRAINER


MICHAELA REICHART berichtete über die Ausstellung in der Kronenzeitung vom 19. September 2016


                  Ausstellungseröffnung DER GEFALTETE RAUM 2.0 am 16. 9. 2016

 

"DER GEFALTETE RAUM 2.0"

"THE FOLDED SPACE 2.0"

in Kooperation mit dem Institut für Architektur und Medien der Fakultät für Architektur an der Technischen Universität Graz https://iam.tugraz.at/

 

Eröffnung: 16. 9. 2016, 19.30 Uhr

Eröffnungsrede: Univ.-Prof. DI Dr. URS HIRSCHBERG, Leiter des Institutes für Architektur und Medien

Die Rede wird im Rahmen der Öffnungszeiten im Micro.Kino gezeigt! 

 

Ausstellung: 17.9.2016 - 24.3.2017

Täglich von 13:00 bis 18:00 Uhr, außer Dienstag

 

MITMACHEN GEFRAGT!

  • Im Rahmen der Ausstellung findet ein Spezialprogramm zu BIG DRAW statt: Gegenstände ertasten, beschreiben und zeichnen ohne diese zu sehen - haptische Objektwahrnehmung und zeichnerische Umsetzung und somit erfahren, wie sich unsere Raumvorstellung entwickelt!
  • MUWA GROWING STRUCTURE: Eine wachsende Faltstruktur fordert alle BesucherInnen auf, zum Weiterwachsen der Struktur beizutragen!

Das Workshop-Programm für Gruppen finden Sie hier!

  

DER GEFALTETE RAUM 2.0 

 

Die seit 2013 bestehende erfolgreiche Kooperation des Museum der Wahrnehmung MUWA mit dem Institut für Architektur und Medien mit vier bereits realisierten, kleineren Präsentationen, Vorträgen und Workshops für SchülerInnen zeigt in dieser großen Ausstellung erstmals Arbeiten von Studierenden im Hauptraum. Die Objekte beweisen die gelungene Symbiose von Kunst und Wissenschaft und zeigen, realisiert durch die Verknüpfung von moderner Technik und Handfertigung, die individuellen Interpretationen eines gegebenen Themas und damit eine Ästhetik dreidimensionaler, geometrischer Formen auf universitärem Niveau. 

 

Am Institut für Architektur und Medien IAM der Fakultät für Architektur an der Technischen Universität (www.iam.tugraz.at) wurden von Studierenden unter der Leitung von Ass.-Prof. DI Dr. MILENA STAVRIC in der Lehrveranstaltung “Entwerfen spezialisierter Themen” gefaltete Raumstrukturen am Computer entwickelt, parametrisiert, mittels Lasercutter ausgeschnitten und schlussendlich händisch gefaltet. Mit der Präsentation der ästhetisch und technisch weiterentwickelten Ergebnisse unterschiedlicher Dimension im Rahmen dieser großen Ausstellung im Museum der Wahrnehmung wird einmal mehr auf die Bedeutung der Schnittstelle zwischen Technologie und manueller Fertigung hingewiesen. 

 

Friedrich Fröbel (1782-1852) notiert über die Bedeutung des Papierfaltens: "...aus dem stetig Ungeformten, oder aus dem ungeformten Stetigen, durch drei Brüche und drei Schnitte, die gesetzmäßigste und einfachste Form, das Geviert, entsteht. Diese Erscheinung fordert die strengste, mehrseitige Beachtung." 

 

Wie lässt sich eine Idee oder eine Vorstellung im Kopf mit Hilfe von Zahlen und Algorithmen in eine ästhetische Form verwandeln? Wie kann man den einfachen Formen wie Quader, Pyramide oder Kegel eine Dynamik zuweisen? Wie wird ein zweidimensionales Stück Papier durch Falten in eine gewünschte dreidimensionale Raumstruktur umgewandelt? Ist durch den Vorgang der Faltung die eigene Leidenschaft für Mathematik, Technik und Wissenschaft in einen künstlerischen Prozess übertragbar? Das sind nur einige der Fragen mit denen die Studierenden bei der Realisierung der ausgestellten Exponate konfrontiert wurden. Ausgehend davon entstehen erste Ideen, die für eine Realisierung aufzubereiten sind, unter Verwendung neuer digitaler Werkzeuge wie beispielsweise das CAD-Programm (Computer Aided Design) und der Lasercutter. Dabei müssen die Ideen abstrahiert und Einschränkungen bedacht werden, was die Benutzung dieser Werkzeuge und das Material Papier betrifft. 

 

Schritt für Schritt eignen sich die Studierenden zur Umsetzung ihrer eigenen kreativen Ideen die neuen digitalen Werkzeuge an. Sie starten ihren Entwurf mit einem bestimmten Faltungssystem, das erst durch mathematische Operationen, gepaart mit Neugierde und Experimentierfreudigkeit, zu einem unerwarteten Ergebnis führt. Somit gelingt es ihnen, durch Algorithmen und Programmierung ihre eigenen Vorstellungen mit Hilfe von CAD-Programmen für sich dreidimensional zu visualisieren und damit zu verstehen. Die CAD-Visualisierung überprüft die Realisierbarkeit des eigenen Konzeptes, ist doch die Konstruktion von Faltstrukturen eine präzise und sehr aufwändige Arbeit. Schließlich erfolgt über das CAD-Programm der Transfer der dreidimensionalen Form in die Fläche, d.h. die Formen werden abgewickelt und mittels Lasercutter aus dem Papier geschnitten. Im letzten Schritt faltet die Hand das dreidimensionale Modell. 

 

Die ausgestellten Faltstrukturen umfassen ein Spektrum von kleinformatigen Objekten (33 x 33 cm), größeren modularen Strukturen (70 x 70 cm) bis hin zu raumgreifenden Faltarbeiten (70 x 100 cm). Für die Arbeiten wurde Fedrigoni-Papier in vier verschiedenen Stärken - 135 g, 170 g, 200 g und 250 g - benutzt. 

 

Milena Stavric 

 

 

THE FOLDED SPACE 2.0 

 

The favorable cooperation between the Museum of Perception MUWA and the Institute of Architecture and Media IAM since 2013 with four already realized smaller presentations, lectures and workshops for scholars shows with this big exhibition for the first time works of students on the mainfloor. The objects prove the successful symbiosis of art and science, realized by connecting modern technics and manual production, and they show individual interpretations of a mandated topic and for this reason the aesthetics of three-dimensional, geometric models of academic level.

 

Under the direction of Ass.-Prof. DI Dr. MILENA STAVRIC students developed space structures, parametrized and cut them out by laser cutter and finally folded them manually in the course "Design of specialised topics" at the Graz University of Technology, Faculty of Architecture, Institute of Architecture and Media. The presentation of the aesthetical and technical further developed results of various dimension in this extensive exhibition in the MUWA indicates once more the importance of the interface between technology and manual fabrication. 

 

Friedrich Fröbel, 1782-1852, about the importance of paper folding"... out of the permanent unformed, or out of the unformed permanent, through three fractions and three cuts, the most constitutional and simplest shape, the square, occurs. This phenomenon claims the strictest, multilateral attention." 

 

How to transform an idea or a conception via numbers and algorithms into an aesthetic shape? How to assign dynamics to simple shapes like cuboid, pyramid or cone? How to transfer a two-dimensional piece of paper via folding into a desired three-dimensional space structure? Has the act of folding the capacity to transfer the own passion for mathematics, technique and science into a tesselated process? Students got confronted with such questions while realizing the exhibited works. Based on this fact prime ideas must be prepared to realize using new digital tools like for example the CAD-program and the laser cutter. Ideas must be abstracted and restrictions considered concerning the use of these tools and the material paper. 

 

Students learn step by step to use these new digital tools for the implementation of their own creative ideas. They start their draft with a particular folding system which generates an unexpected result via mathematic operations, mixed with curiosity and a lot of experimentation. That way they learn through algorithms and programming to visualize in a three-dimensional way for themselves their own conceptions with CAD program and for that to understand them. The rendering via CAD enables to examine the realizability of the own concept however the construction of folded structures is an accurate and elaborated labor. After all the three-dimensional shape is transfered via CAD program to the surface which means that the shapes get unwind and cut out by laser cutter. Finally the hand is folding the three-dimensional model. 

 

The exhibited folded structures cover a spectrum of tabloid objects (33 x 33 cm), modular structures (70 x 70 cm) to the point of spacious folded works (70 x 100 cm). Fedrigoni-paper in four different weights - 135 g, 170 g, 200 g and 250 g - was used for the works. 

 

Milena Stavric 

 

 

URS HIRSCHBERG ist Professor für Darstellung der Architektur und Neue Medien an der Architekturfakultät der TU Graz. Er leitet das Institut für Architektur und Medien (IAM) der TU Graz seit dessen Gründung 2004. Seit 2013 ist er auch Leiter des TU Graz Field of Expertise „Sustainable Systems“, nachdem er zuvor neun Jahre lang Dekan der Fakultät für Architektur war. Er hat an der ETH Zürich Architektur studiert und doktoriert. Bevor er an die TU Graz berufen wurde, war er wissenschaftlicher Assistent und Dozent am Lehrstuhl für Architektur und CAAD der ETH Zürich und danach Assistant Professor of Design Computing an der Harvard Graduate School of Design. In seiner Forschung beschäftigt er sich mit Augmented Architecture: wie digitale Techniken die Entwurfs- und Produktionsbedingungen der Architektur verbessern und wie neue Medien Teil unserer gebauten Umwelt werden können. Urs Hirschberg ist Mitgründer und war bis 2014 Redakteur von GAM, dem Grazer Architektur Magazin. Er ist auch Gründer und Editor for Technology von AJAR, dem ARENA Journal of Architectural Research. Er ist Gründungsmitglied von ak:ai, dem Arbeitskreis Architekturinformatik. Von 2009 bis 2013 war er Council Member der European Association for Architectural Education (EAAE), von 2012 bis 2013 EAAE Präsident. Er ist Gründungsmitglied des Europäischen Architekturforschungsnetzwerks ARENA. 

 

MILENA STAVRIC hat ihr Studium an der Universität von Belgrad absolviert und arbeitete als Assistentin und Dozentin von 1994 bis 2004 an der Universität von Belgrad. Seit 2004 lehrt sie an der Technischen Universität Graz, an der Fakultät für Architektur, am Institut für Architektur und Medien und ist seit 2014 Assistant Professor. Sie ist Gastprofessorin an der Akademie der Bildenden Künste in Wien, an der Fachhochschule Joanneum in Graz und an der Universität von Novi Sad in Serbien und hat Gastvorlesungen an mehreren Universitäten - Mexico, Hamburg, Istanbul, Maribor und Banja Luka - abgehalten, wie auch mehrere Lehrveranstaltungen an verschiedenen Universitäten in Europa im Rahmen von Forschungsprojekten mit dem Ziel der Implementierung digitaler Technologie in Architektur und Ausbildung. Darüberhinaus organisiert sie kontinuierlich Ausstellungen mit Arbeiten ihrer Studierenden. Sie ist Autorin des im Springer Verlag erschienenen Buches "Architectural Scale Modelling in the digital Age” und arbeitete bei mehreren Forschungsprojekten wie “Non-standard architecture using ornaments and plane elements” (2009-2012) und „Geometric Processing in Architectural Education“(2010-2013), gegründet vom Österreichischen Wissenschaftsfonds (FWF), mit und ist aktive Teilnehmerin in COST actions. 

 

Mitarbeit: DI Martin Frühwirth, Ass.-Prof. Mag. Dr. Albert Wiltsche 

 

Assistenz: Bsc Markus Bartaky, Bsc Julian Jauk 

 

Studierende: Afschar Melina Marie, Babahmetovic Ajna, Becker Doris, Brandauer Anna, Bukovec Mitja, Ciucan Maria Cristina, Deimel Jana, Eberl Alexia Petra, Falle Christina, Feller Laura, Flachhuber Philip, Föger Samuel, Gerlach Catherine, Hadolt Katharina, Hierzer Fabienne-Chantal, Huta Eni, Jehli Benjamin, Kaltenegger Julia Katharina, Kerestes Josip, Kern Eva Maria, Kertusha Endlers, Kremenovic Milorad, Kryeziu Xhylferije, Lausegger Daniel Florian, Lebitsch Julian, Lichtenegger Ina Barbara, Lindorfer Theresa, Meindl Lukas, Meran Janine Monique Manuela, Merkl Eva-Maria, Moser Valentin, Nelly Sanjta, Neumann Stefan, Obermayer Theresa, Obermair Felix, Postlmayr Victoria, Prnjavorac Edin, Quechenberger Johann, Roser Tamara Sue, Ritonja Saša, Schaller Markus, Schitter Patrick, Schweitzer Christian, Singer Andrea, Siegl Matthias, Sorger Alina, Vasatko Hana, Wagner Katrin, Weirauch Stefan, Weiss Judith, Wojciechowska Katarzyna, Zitterer Lukas Andreas