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Chartres - Eine Wahrnehmungs- und Meditations-Skulptur
Die Wahrnehmungs- und Meditations-Skulptur „Chartres“ geht auf ein mythisches Kartenlegspiel südfranzösischer Roma zurück, in dem sich naturreligiöse Elemente mit christlicher Mystik und schamanistischer Meditationspraxis verbinden. Wenngleich sich die Wurzeln dieser Installation im magischen Dunkel atavistischen Volksglaubens verlieren, kommt der in der Skulptur realisierten Anordnung extrem reduzierter Zeichen und Farbsymbole sowie der von ihr geforderten besonderen Art und Weise der Betrachtung große Aktualität zu: Die Installation lädt dazu ein, einen "nicht fokussierenden Blick" zu entwickeln und belohnt ihre BetrachterInnen mit der verblüffenden Erfahrung, im bloßen Schauen reale Gegenstände verschwinden lassen zu können und nicht existierende Gegenstände zu "erfinden". Die Skulptur ist damit nicht nur Kunst-Objekt sondern zugleich Einladung zu einem verblüffenden Wahrnehmungs-Experiment.
Die historischen Quellen zur Installation „Chartres“ geben einen für den europäischen Kulturraum einzigartigen Einblick in die unentwirrbare Verwobenheit von christlichen und vorchristlichen Glaubenselementen mit schamanistischen Trance-Techniken und mythenhaften Hinzudichtungen.
(Konzept Werner Wolf / Realisierung Friedrich Stiper) |
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