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Die Knuchelschen Stereoskope
Die stereoskopischen Aufnahmen des Züricher Kunstprofessors Hans Knuchel in den Sehmaschinen eins bis sechs haben ein gemeinsames Thema: Wie nehmen wir "Räumlichkeit" wahr und wie "wahr" ist diese Räumlichkeit.
Die Bilder in diesen Sehmaschinen erzählen eine unglaubliche Geschichte. Eine, die uns weismachen will, dass wir "den Raum" erfinden. Deshalb sollten Sie die Texte zu diesen Installationen wie eine Geschichte von Anfang bis zum Ende lesen.
Die Bildpaare zeigen Ihnen - wenn Sie mit der Nase nahe an die beiden kleinen Spiegel herangehen und beide Bilder gleichzeitig ansehen - eine ganz normale dreidimensionale Szene. Sie werden sich erinnern: Disparität - also der kleine Unterschied zwischen dem linken und dem rechten Bild - und Konvergenz (das Zusammenlaufen der Seh-Achsen im Fixierpunkt) ermöglichen es uns, einen dreidimensionalen Raum visuell auch als räumlich wahrzunehmen. Aber hier gibt es keinen Raum, sondern nur zwei flache - zweidimensionale - Bilder. Und trotzdem sehen wir räumlich. Eine optische Täuschung werden Sie sagen! Verzeihen Sie! Wir behaupten: Sie haben sich keineswegs optisch getäuscht!
(Nach stereoskopischen Aufnahmen von Hans Knuchel / Realisierung Friedrich Stiper) |
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