Samadhi - das BadWahrnehmungsinstallationenWorkshops und SeminareAusstellungen / Veranstaltungenvom Badehaus zum KunsthausHomeHome
Norbert Pfaffenbichler / Lotte Schreiber / Ausstellung

steirischer herbst 2002 Ausstellungsrundgang:N. Pfaffenbichler / L.Schreiber

Renate Oblak / Michael Pinter Ausstellung COMP.TOT.4

Oberösterreichische Kultur Vermerke 2002 "FALLEN"

Elfriede Jelinek KÖRPER UND FRAU - Eine Entäußerung

Josef Linschinger Ausstellung / THOMAS BERNHARD - KONKRET

Sie werden sehen! Öffentliche Workshops

Gruendler / Klammer Konzert

Gerhard Gutenberger Ausstellung

Im Reich der 5 Sinne MUWA Gastspiel

Othmar Zechyr Ausstellung

Sabine Richter Ausstellung



<<     1   2   3   4   5   6   7   8   9   10     >>
Norbert Pfaffenbichler / Lotte Schreiber / Ausstellung
Installationen
11.10.2002 bis 15.11. 2002
Museum der Wahrnehmung
Eröffnung: CHRISTIAN SCHEIB
11.10. 2002 20.00 Uhr

steirischer herbst 2002



Norbert Pfaffenbichler, in diesem Jahr Preisträger des Margret Bilger Stipendiums des Landes Oberösterreich, zeigt m Museum der Wahrnehmung drei Beispiele aus seinen jüngsten Arbeitszyklen. In der MUWA-Galerie nimmt Pfaffenbichler mit einem seriellen Relief Bezug auf die oktogonale Struktur des zentralen Kamins, in den Haupträumen präsentiert er die CD-Rom "notes 01", die animierten Farbexperimente "notes on colours" sowie Druckgrafik.

Norbert Pfaffenbichler versteht seine Werkserie "notes" als formale Experimente, als systematische Bearbeitung grundlegender formaler Problemstellungen in den nonlinearen und interaktiven neuen Medien wie CD-Rom und Internet. In seinen Werkserien "notes" bezieht sich Pfaffenbichler auf die radikale künstlerische Erneuerung musikalischer oder choreografischer Notationen durch die Möglichkeiten der neuen Medien. Aus diesen experimentellen Abwandlungen und Umformungen ergeben sich neue Perzeptionsphänomene, aus denen sich der Schluss ziehen lasse, dass Wahrnehmung eine mentale Konstruktion sei. Pfaffenbichler: "Die grundlegende Frage lautet: wie erkenne ich, was ich erkenne".

Die Videoarbeit "Notes on Film 01 Else" von Norbert Pfaffenbichler wurde zu der innovativen Leiste "Nuovi Territori - New Territorries" auf der von 29. August bis 8. September stattfindenden "59. Mostra Internazionale d Arte Cinematografica" nach Venedig eingeladen. "Notes on Film 01 Else" des Medienkünstlers verwendet Reduktion als Ausgangspunkt und Konstruktionsmittel. Das filmische Material ist ein Gesicht, das in fünf Teile der Split Screen zerlegt wird. Thematisch geht es um das Rätsel eines Gesichtes und seines Blickes, der Bewegung, um Material und Montage.

Christian Scheib,
geboren 1961;ab 1979 Musik- und Musikwissenschaftsstudien in Wien und Berlin. Seit 1989 Musikredakteur (Falter, ORF). 1993-1996 Musik-Kurator des Bundesministers für Kunst. Kurator und Programmgestalter diverser Seminare und Festivals (u.a. Musikprotokoll im "steirischen herbst"). Producer der ORF-Sendereihe Zeit-Ton. Lebt in Wien.


"Nachrichten aus dem Digi-Tal"
(Walter Titz schreibt in der Kleinen Zeitung)

Computerkunst muss nicht langweilig und kann Skulptur- und
Malerei-kompatibel sein.

Fehler und Zufall als Kreativpotenzial, als Konkurrenten und Komplizen
exakter Konstruktion in der Kunst - das kann immer wieder spannend sein,
zumindest unterhaltsam. Wie eine Doppel-Doppelpräsentation im Museum der
Wahrnehmung (MUWA) zeigt.

Das oberösterreichisch-steirische Duo Norbert Pfaffenbichler und
Lotte Schreiber lotet in interaktiven "notes" das
konstruktivistische Potenzial von Betriebssystemen aus. Der "user" kann
einerseits die Farbpalette des digitalen Werkzeugs, andererseits die
optischen und akustischen Elemente einer CD-Rom nach diversen Kriterien
kombinatorisch verändern. Ein Relief auf der achteckigen zentralen Säule
des MUWA-Oktogons überträgt die Farb- und Strukturmöglichkeiten aus der
virtuellen Kunstsphäre monochrom, tonlos und statisch in den realen
Raum.

Renate Oblak und Michael Pinter alias reMI arbeiten ebenfalls bevorzugt
im digitalen Raum. Die Villacherin und der Grazer lieben Fehler, vor
denen auch Computer- Technologie nicht gefeit ist. Der Computerabsturz
erst macht ihre Ton- und Bildsequenzen richtig schön. Allerdings: Auch
reMI strukturieren das vermeintliche Chaos, indem sie ihre abstrakten
Videos nach strengen, aber - ob der Beschränktheit menschlicher
Sinneswahrnehmung - zwangsläufig nicht mehr nachvollziehbaren Mustern
komponieren.

Auf - auch leichter vermarktbaren - Siebdrucken werden Momentaufnahmen
der Computerkreationen in den traditionellen Kunstkanon rückgeführt.