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ERSTMALS TOTAL VERHÜLLT
Museum der Wahrnehmung MUWA unter Tarnnetzen


Erstmals Tarnnetz für Kunsthaus



Es sei das erste Mal, dass ein privates Haus verhüllt werde, zum ersten Mal zudem ein Museum, und schließlich sei die Tarnung des Grazer Museums der Wahrnehmung MUWA das erste Mal, dass die Verhüllung nicht im militärischen Sinn angewandt werde, sondern in einem durchwegs künstlerischen. Die zehn Soldaten des 17. Jägerbataillons aus dem südsteirischen Strass hatten gut fünf Stunden unter ihrem Meister Kremser zu arbeiten, um die rund 400 Quadratmeter Tarnnetze vor die Fassaden des Museums zu hängen.

"Würden wir das Gebäude aus strategischen Gründen verhüllen, müssten wir die Netze schräg spannen und nicht einfach gerade herunterlassen. Man würde von außen nicht mehr erkennen, dass es ein Gebäude ist", meinte der Pressechef und Leiter der Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit Oberstleutnant Gerhard Schweiger. "Aber der Künstler Timm Ulrichs habe darauf bestanden, dass die Gebäudestruktur erhalten bleibt."

Die Aktion rund um das Museum der Wahrnehmung ist eigentlich paradox, meint dazu der Künstler Timm Ulrichs, "weil man einen großen Aufwand betreibt, um den Aufwand gar nicht in Erscheinung treten zu lassen. Man versucht, die Gegenstände, die mit Tarnmustern, Tarnstoffen, Tarnnetzen belegt sind, zum Verschwinden zu bringen, indem man sie der Farbe der Umgebung angleicht bzw. die Kontur löscht".

Die Tarnung des gesamten Gebäudes führt außen weiter, was innen beginnt - nämlich eine Ausstellung mit dem Namen "Camouflage", die sich mit dem Thema Tarnen und Täuschen auseinandersetzt. Dort findet sich der Besucher etwa inmitten von 500 am Boden robbenden Spielzeugsoldaten wieder. Damit leistete das Militär einen symbolisch-kulturellen Beitrag zur Ausstellung "Camouflage" des deutschen Künstlers Timm Ulrichs, der schon seit einigen Wochen im MUWA ausstellt.
Es sei das erste Mal, dass mit Timm Ulrichs ein Künstler das MUWA in seinem äußeren Erscheinungsbild selbst in sein künstlerisches Konzept mit einbezieht, so der Museumsleiter Werner Wolf. Für die Ausstellungsdauer lässt Ulrichs das Museum fast völlig unter einer Tarnkappe verschwinden. Rund 30 Netze mit den Abmessungen vier mal vier Meter wurden mit Kabelbindern zusammengebunden, um dann großflächig - vom Kamin angefangen - das Gebäude zu verhüllen.

Text und Bilder: MUWA



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VERHÜLLUNG DES MUWA AM MITTWOCH, 21.11.2007

Unter großer medialer Beteiligung (APA, GAT, Grazer, Kleine Zeitung, Kronenzeitung, Kurier, ORF, Österreich, Presse, Salzburger Nachrichten und Woche) ging am Mittwoch, 21. November 2007, die Verhüllung des MUWA Museum der Wahrnehmung über die Bühne – fachkundig durchgeführt von Soldaten des Österreichischen Bundesheeres unter der Leitung von OL Gerhard Schweiger. Die Verhüllung des Museumsgebäudes ist Teil der aktuellen Ausstellung im MUWA "Camouflage – zwischen Täuschung und Ent-Täuschung" des Künstler Timm Ulrichs, der ebenfalls anwesend war.