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FREIHEIT mit "60PLUS"
Freier Eintritt für "60PLUS" zumindest für ein Jahr: Im 18. Jahr seines Bestehens wendet sich das Museum der Wahrnehmung MUWA in einer eigenen Reihe einer Zielgruppe zu, die bislang im öffentlichen Leben nur wenig Aufmerksamkeit erreichen konnte: Es ist die Generation "60PLUS".
In Österreich beträgt der Bevölkerungsanteil der Generation "60PLUS" 20 Prozent. In 25 Jahren, so wird geschätzt, sind 35 Prozent der Bevölkerung in einem Alter über 60 Jahren.
Bei freiem Eintritt zu den laufenden Ausstellungen, Vernissagen, Diskussionsrunden und Veranstaltungen im Jahr 2008 für alle VertreterInnen der Generation "60PLUS" will das Museum der Wahrnehmung MUWA in einem weiteren Bereich maßgebliche Akzente in der Entwicklung der heimatlichen Kulturlandschaft setzen.
In Diskussionsrunden und Veranstaltungen soll der Frage nach dem Altern in unserer Gesellschaft nachgegangen werden. Zu den Diskutanten aus Politik, Wissenschaft und Kunst zählen unter anderem der Grazer Altbürgermeister Alfred Stingl und der Künstler Helmut Bruch. Die Beiträge der einzelnen Veranstaltungen werden in einer eigenen Sonderausgabe der Begleithefte herausgegeben.
In einem auf diese Altersgruppe hin konzipierten Fragebogen geht das Museum der Wahrnehmung den Bedürfnissen und Interessen dieser Zielgruppe nach, die Ergebnisse werden der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Weiters erarbeitet das MUWA einen auf die Generation "60PLUS" hin orientierten Workshop und eine mobile Anlage: Die auf Verlangsamung und bewusste Eindimensionalität angelegten Installationen ermöglichen gerade auch dem älteren Menschen eine intensive Auseinandersetzung mit Wahrnehmung und Erkenntnismöglichkeit, einer Voraussetzung für weiterführende Fragestellungen. Der gelenkte Blick auf den eigenen Umgang mit der Wirklichkeit lässt beim unmittelbaren Erleben, Erkenntnisse der eigenen Konstruktionen erfahren. Im Experimentieren begegnet der Besucher / die Besucherin den Wurzeln seiner / ihrer Kreativität, der Kreativität einer bewusst zu gestaltenden Welt.
In diesem Sinne versteht das Museum der Wahrnehmung MUWA auch seine museumspädagogische Arbeit zur im Haus präsentierten bildenden Kunst. Konstruktivistischen Konzepten zufolge ist gerade die Generation "60PLUS" mit ihren Erfahrungen zur Kunstrezeption aufgefordert: Um ein Kunstwerk kompetent beurteilen zu können, müsste daher die gesamte dahinter stehende Kultur gekannt werden. Ein Beobachter beurteilt ein Kunstwerk mit der gesamten ihm zu Verfügung stehenden Kultur. Der Beobachter bettet die künstlerische Äusserung in den kulturellen Gesamtzusammenhang ein.
Mit dem Jahresthema "60PLUS" will das Museum der Wahrnehmung MUWA gesellschaftliche Entwicklungen aufzeigen und der Generation "60PLUS" Angebote zur Auseinandersetzung bieten.
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