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WORKSHOP zur Ausstellung FRITZ RUPRECHTER
WORKSHOP zur Ausstellung FRITZ RUPRECHTER "EVER TRIED, EVER FAILED..." im Museum der Wahrnehmung

Dauer der Ausstellung: 7. März - 21. Juni 2009


Graz, 3.3.2009

Sehr geehrte Frau Professorin!
Sehr geehrter Herr Professor!

Am kommenden Freitag eröffnet das MUSEUM DER WAHRNEHMUNG seine zweite große Ausstellung dieses Jahres: FRITZ RUPRECHTER: "EVER TRIED, EVER FAILED..."

Wir möchten mit dieser Ausstellung besonders Schüler und Schülerinnen ansprechen, auf Grundlage ihrer Auseinandersetzung mit den Wahrnehmungsinstallationen im Hause sich moderner Kunst und den Fragen und Aufgabenstellungen der Zeit zu nähern.

Die Kompetenz auf Neues adäquat zu reagieren ist eine Fähigkeit, die in einer sich ständig verändernden Welt zu einer Schlüsselqualifikation geworden ist. Dieser Situation gerecht zu werden gehört zu den großen Aufgaben unserer Zeit.

Fit für die Zukunft  die Schule soll der Ort sein, wo die Heranwachsenden darauf vorbereitet werden. Die Ergebnisse der letzten Pisa-Tests haben gezeigt, was die Lernpsychologie schon lange lehrt: Selbstständiges Lernen schafft grundsätzliche Kompetenzen zur Problemlösung.

Der neue Workshop zur Ausstellung FRITZ RUPRECHTER "EVER TRIED, EVER FAILED..." setzt hier im mehrfacher Weise an: FRITZ RUPRECHTER zeichnet und malt neue gegenstände, die wir nicht benennen können. Neu, weil uns die worte fehlen&.

Die Ausgangsfragestellung des die Ausstellung begleitenden Workshops kann wie folgt lauten: Wie begegnet man einem nie zuvor gesehenen gegenstand? Wie bezeichnet man eine völlig unverständliche funktionsweise eines etwas, von dem man nur sagen kann, es existiert, von dem man aber gleichzeitig gewiss ist, dass wir seine bestimmung & nur rätselhaft verwischt erahnen können?
Diese Thematik stellt sich dem Betrachter, wenn er vor einem der 365 im MUSEUM DER WAHRNEHMUNG ausgestellten Aquarelle FRITZ RUPRECHTERS steht: Welche Möglichkeiten hat Sprache beim Abbilden von Wirklichkeit? Wo zeigen sich hier Grenzen auf  Grenzen individueller und kollektiver Natur? Welcher individueller und gemeinsamer Anstrengungen bedarf es, diese Grenzen zu überwinden? Die bildhafte Sprache bietet einen möglichen Ausweg: Mit gleichnissen vielleicht, kann man der, scheint es, unlösbaren aufgabe begegnen, mit paradoxen sätzen&.

FRITZ RUPRECHTERS Ausstellung ist vielschichtig: 365 Aquarelle mit den Maßen 32x24 cm, im Zeitraum von 1. August 2006 bis 31.Juli 2007 entstanden, daneben 12 Aquarelle mit den Maßen 234x90 cm, gemalt, gewachst und gefaltet bieten eine weitere Dimension des Zugangs  eine konstruktive Form der Auseinandersetzung mit dem Thema Zeit: Es ist ein zyklus, der hier gezeigt wird. Ein im kreis ewig wiederkehrendes vom gleichen. Sind 365 blätter nicht bloß ein diensteifriger fleiß sondern ein konzept der wiederholung?
Erhalten Zeitabläufe  während eines ganzen Jahres ist in Ruprechters Werkstatt täglich ein Aquarell ungefähr in der Größe eines DIN-A4-Blattes entstanden, monatlich ein größeres  in dieser Form der Darstellung eine neue Art der Definition? Erklärt sich durch die Wiederholung das Werk oder bietet gerade die Wiederholung einen weiteren Ansatz zur Interpretation? Ist schlussendlich FRITZ RUPRECHTERS Vorgang der Produktion von immer neuen Variationen geeignet, Zeit, die reine Form des inneren Seins wie Immanuel Kant es formulierte, darzustellen?
Diese und weitere Fragen stellen sich in den Workshops zur Ausstellung ab 7. März 2009 im MUSEUM DER WAHRNEHMUNG.
Neben dem hier aufgezeigten Konzept der Näherung zum Werk ist dieser Workshop zur Ausstellung FRITZ RUPRECHTERS weiters zur Aneignung von Basiskompetenzen für alle schulischen Gegenstände besonders gut geeignet.
Wir dürfen Sie aus diesem Grunde nochmals herzlich zur Vernissage am kommenden Freitag, dem 6. März 2009, 19.30 Uhr, einladen.
Finden Sie Ihre eigenen Antworten zum Werk FRITZ RUPRECHTERS  im Vortrag im Rahmen der Vernissage oder in einem persönlichen Gespräch mit dem Künstler, der vor Ort anwesend sein wird.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Ihr
MUWA-Team
MUSEUM DER WAHRNEHMUNG