30 Jahre MUWA 2020 !

 

Ausstellung

WAHRNEHMUNGZWEI

 

Am 18. September 2020 findet die Eröffnung der kommenden Ausstellung im Museum der Wahrnehmung MUWA statt. Anstelle einer Kunstausstellung zeigt diese Präsentation die Entstehung, die Gegenwart und die Zukunftsperspektiven - anlässlich 30 Jahre MUWA. Personen, die das MUWA mitgeprägt haben, wie Künstler*innen,  Eröffnungsredner*innen und zahlreiche Kooperationspartner*innen, stehen im Fokus, so beispielsweise die international bekannte Architekturfotografin MARGHERITA SPILUTTINI.

 


 

Im Rahmen des steirischen herbst 1994 wurde die Foto-Ausstellung MARGHERITA SPILUTTINI "AUGENBAD" in den Räumlichkeiten des damals noch als Tröpferlbad genutzten Gebäudes gezeigt, konzipiert von Museumsgründer WERNER WOLF. "Margherita Spiluttinis fotografische Bestandsaufnahme im Grazer Volksbad im Augarten hat Abschied und Abbruch zum Thema: Nicht bloß den materiellen Abschied von einer Raumstruktur, die mehr als 90 Jahre hindurch Ort privater Waschungs- und Reinigungsrituale war und nun beseitigt wird, sondern Abbruch auch von Beziehungen."

 


 

2016 fand erneut eine Ausstellung der Fotografien MARGHERITA SPILUTTINIS des städtischen Volksbades im Museum der Wahrnehmung MUWA statt: "SPILUTTINIS Fotografien entwickeln eine einheitliche, raumgreifende Bildsprache, die weit über den dokumentarischen Charakter der ursprünglichen Funktion des Hauses als Volksbad hinausführt. Menschenleer und verlassen zeigen die Fotografien Raumausschnitte mit Spuren der Nutzung. Der vorgefundene, eingefrorene Zustand evoziert unmittelbar Vorstellungen eines Ortes - entweder eben noch oder im nächsten Moment wieder von Menschen belebt. 'Ein Foto ist immer auch ein Bild von Abwesenheit: ... So entsteht in jedem Betrachter ein anderes Bild von demselben Foto', so SPILUTTINI."

Anlässlich des 30jährigen Bestehens feiert das Museum der Wahrnehmung MUWA sein Jubiläum mit einer besonderen Ausstellung WAHRNEHMUNGZWEI, die der Entstehung und der Entwicklung des Museums bis hin zu Perspektiven für die Zukunft dieses so besonderen Konzeptes gewidmet sein wird.

 

 

Ausstellung

WAHRNEHMUNGZWEI

 

Eröffnung: 18. September 2020, 19.30 Uhr

Ausstellung: 19.9.2020-26.2.2021

 

 

 

 

Werner Wolf, Hartmut Skerbisch - Foto: Helmut Utri

 

 

Anlässlich des 30jährigen Bestehens feiert das Museum der Wahrnehmung MUWA sein Jubiläum mit einer besonderen Ausstellung, die der Entstehung und der Entwicklung des Museums bis hin zu Perspektiven für die Zukunft dieses so besonderen Konzeptes gewidmet sein wird.

 

Prof. WERNER WOLF, Kulturjournalist, Autor und Gründer der Modellschule Graz, gründete 1990 das Museum der Wahrnehmung MUWA, mit dem Ziel „Erlebnisräume zu schaffen, die es den Besucher*innen ermöglichen, die Bedingungen der persönlichen Wahrnehmung zu studieren.“

 

Die aktive Auseinandersetzung mit den Installationen durch lebendiges Verknüpfen kognitiver, emotionaler und körperlicher Erfahrungen und durch dialogische wie auch bildnerische Prozesse mit den Kunstausstellungen schafft Möglichkeiten, zu reflektieren und über Wirklichkeiten zu diskutieren: Wahrnehmung – Wirklichkeit – Sprache. Basierend auf dieser aktiven Auseinandersetzung stehen die Besucher*innen im Mittelpunkt, Wahrnehmung sei immer ein „Schöpfungsakt im Augenblick. (…) Dieser Museumsbesuch ist Dein Leben. Du geschiehst, während du im Museum weilst“ (Dieter Mittelsten Scheid, 1990).

 

Ausgehend von der Fragestellung Wie sehe ich die Welt? - Sinneserfahrung im Dialog wurden und werden Inhalte aus verschiedenen wissenschaftlichen Perspektiven einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Das Museum der Wahrnehmung versteht sich auch als Ort der Auseinandersetzung zu aktuellen Fragen des Wahrnehmungsprozesses und der Ästhetik und lädt immer wieder Expert*innen aus unterschiedlichen Wissenschaftsdisziplinen ein.

 

Die Ausstellung WAHRNEHMUNGZWEI verdeutlicht, dass Wahrnehmung ausgehend von den Sinneserfahrungen Sehen, Hören, Riechen, Tasten und Schmecken einen bedeutenden Mehrwert beinhaltet, nämlich den Prozess individueller und gemeinschaftlicher Inszenierung von Wirklichkeit erlebbar und nachvollziehbar zu machen. Die Ausstellung lädt zum Ausprobieren ein, ermöglicht Einblicke in die Anfangsjahre mit besonderen Installationen, stellt Eröffnungsredner_ innen und Kooperationspartner*innen in den Fokus, präsentiert die Publikationen und die umfangreiche Sammlung an Presse- und Medienberichten, fördert nicht verwirklichte Projekte zutage und thematisiert die Geschichte des Hauses ebenso wie Perspektiven für die Zukunft.

 

Museumsgründer und Kurator Prof. WERNER WOLF berichtet über die Anfänge, die Entwicklung und entwickelt Perspektiven für die Zukunft des MUWA!

 

Bericht zum Jubiläum "30 Jahre MUWA" im heurigen Jahr auf www.gat.st
Der in Graz lebende und arbeitende Kulturjournalist und Fotograf EMIL GRUBER hat anlässlich des Jubiläums 30 Jahre MUWA im heurigen Jahr einen umfassenden Bericht für GAT - Verein zur Förderung steirischer Architektur im Internet https://www.gat.st/news/sehstaerke-30 verfasst (4.5.2020)!

Das MUWA übersiedelt 1996 ins ehemalige Tröpferlbad,

Friedrichgasse 41

 

1996 übersiedelte das Museum der Wahrnehmung MUWA in das oktogonale Gebäude in der Friedrichgasse 41, das ehemalige Tröpferlbad, das 1904 vom Grazer Stadtbauamt errichtet wurde. Museumsgründer Professor WERNER WOLF, Kurator, Journalist, Autor ("Die Medien, das sind wir selbst", Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 1989) und Künstler HARTMUT SKERBISCH, der vor allem mit seiner Arbeit des zum steirischen herbst 1992 errichteten Lichtschwertes vor dem Grazer Opernhaus bekannt geworden ist, mit dem Modell des oktogonalen Gebäudes in der Friedrichgasse 41. HARTMUT SKERBISCH stellte gemeinsam mit MANFRED HUSTY, der als Universitätsprofessor für Geometrie an der Innsbrucker Universität forschte und lehrte, 1996 die Rauminstallation PLATONISCHE KÖRPER im MUWA aus. 


Museumsgründer Prof. WERNER WOLF stellt die spanische Philosophin MARINA GARCÉS vor: Zu finden auch auf der facebook-Seite: https://www.facebook.com/werner.wolf.397

 

Interview von BARBARA EISENMANN, Deutschlandfunk, mit der spanischen Philosophin MARINA GARCÉS: