MUWA Programm 2020

Ausstellungen, Workshops, Konzerte, Kulturjahr-Kooperationen, u.v.m.! Über das detaillierte Programm informieren wir rechtzeitig!

 

Kunstausstellung

JAROMÍR NOVOTNÝ

SLOW GESTURES

Eröffnung / Opening : 13.3.2020, 19.30 Uhr

Einführung / Speech :

Dr.in BRITTA E. BUHLMANN, Direktorin des mpk Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern

Ausstellung: 14.03.-28.08.2020

 

Dr.in BRITTA E. BUHLMANN, Direktorin des mpk Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern

 

www.mpk.de

JAROMÍR NOVOTNÝ

"SLOW GESTURES"

 

JAROMÍR NOVOTNÝ zeigt in seiner Ausstellung „SLOW GESTURES“ im Museum der Wahrnehmung MUWA Arbeiten, die im Zeitraum von 2012 bis 2020 entstanden sind. In der gegenstandslosen Malerei des tschechischen Künstlers hat die sparsame Verwendung von Materialien besondere Bedeutung. Seine zumeist monochromen Bilder, von matter bis zu hoch glänzender Oberfläche, weisen feine Farbnuancen auf und sind in vielen Abstufungen durchscheinend bis gänzlich deckend, da der Künstler seit mehreren Jahren synthetischen Organza, ein transparentes, schimmerndes Gewebe, als Trägermaterial verwendet.

 

Die Reduktion an Materialien fordert ein konzentriertes Beobachten, ein visuelles Abwandern der Oberfläche, ein Ausmachen von Tiefe und Dichte durch Annäherung und Entfernung vom Werk und verleiht Details Aufmerksamkeit. Die minimal farblich variierenden Flächen, die Oberflächenstruktur und die Durchlässigkeit des Trägermaterials verweisen überdies auf die Bedeutung des Lichts. Der von künstlichem wie auch von natürlichem, also sich veränderndem Licht gespeiste Ausstellungsraum des MUWA erzeugt kontinuierlich Veränderung in den Bildern.

 

In der Betrachtung der Arbeiten JAROMÍR NOVOTNÝS ist auffällig, dass die Malerei oftmals nicht bis zum äußersten Bildrand reicht. Vielfach sind auch der Rahmen und die Verstrebungen aus Holz durch das Trägermaterial hindurch sichtbar und liefern Zeugnis vom Entstehungsprozess. Mit diesen Übergängen von der Malerei zum unverarbeiteten Randbereich verfolgt NOVOTNÝ kein künstlerisches Prinzip, sondern er trifft vielmehr intuitiv oder nach bestimmten formalen Kriterien Entscheidungen im Zuge eines länger andauernden Prozesses. Die Komposition wird nicht vorbereitet, sie entsteht während des Malens. Im Hinblick auf sein jüngeres Werk spricht der Künstler von im Übergang, in einer Art Zwischenstadium befindlichen Arbeiten.

 

Basierend auf der Auseinandersetzung mit Form, Farbe, Material und Gestaltungsprozess steht für den Künstler jedoch die sinnliche und emotionale Erfahrung an erster Stelle als ultimative Daseinsberechtigung seiner Arbeiten. „Über die Verwandlung des Materials einen zeitgenössischen Ausdruck für das eigentlich Unsagbare zu finden“ schreibt der Kunsthistoriker STEFAN KRAUS in seinen Überlegungen zu den Werken von JAROMÍR NOVOTNÝ. „Das Bild öffnet sich – jenseits eines repräsentativen Anspruchs – in einer unverstellten Authentizität, es will Frage sein und nicht Behauptung.“

 

Eva Fürstner

 

 

JAROMÍR NOVOTNÝ

"SLOW GESTURES"

 

In his exhibition "SLOW GESTURES" at the Museum of Perception MUWA, JAROMÍR NOVOTNÝ shows works created between 2012 and 2020. In the non-representational painting of the Czech artist, the modest use of materials is of particular importance. His mostly monochrome works of subtle colour nuances, with matt to high gloss surfaces of different degrees of translucency, from almost transparent to opaque, take advantage of synthetic organza, translucent, shimmering fabric used by the artist for several years.

 

The material reduction calls for concentrated observation, visual examination of the surface, a search for depth and density through stepping forth and back, paying attention to details. The fields of minimally varied colour, the surface structure and the permeability of the support material also indicate the importance of light. MUWA's exhibition space, which is fed by artificial as well as natural, thus varying light, continuously causes the paintings to change.

 

When viewing the works of JAROMÍR NOVOTNÝ, zones where the painting stops closely before it reaches the very edge of the picture, are often noticeable. In many cases, the wooden stretcher frame and the cross bar are visible through the painting’s surface and provide evidence of the development process. That form of passages from painting to unprocessed border area is not so much what NOVOTNÝ would pursue as an artistic principle, but rather a result of decisions made intuitively or according to certain formal criteria in the course of a longer process. The composition is not prepared, but is developed while painting. Looking back at his recent work, the artist speaks of works in transition, at certain “in between” stage.

 

Based on the examination of form, colour, material and technique, the sensual and emotional experience comes first for the artist as the ultimate raison d'être of his work. “Finding a contemporary expression for what is actually unspeakable by transforming the material,” writes art historian STEFAN KRAUS in his reflections on the works of JAROMÍR NOVOTNÝ. "The image opens up - beyond a representative claim - in an undisguised authenticity, it wants to be a question and not an assertion."

 

Eva Fürstner

 

 

 

JAROMÍR NOVOTNÝ, 1974 geboren in Český Brod, Tschechoslowakei. Von 1993 bis 1999 studierte er Zeichnen und Konzeptkunst an der Akademie der Bildenden Künste in Prag. JAROMÍR NOVOTNÝ arbeitet mit den Mitteln der Malerei in einem umfassenderen Prozess, in welchem das Material zum Objekt wird. Sein Interesse gilt den sinnlichen Eigenschaften von Transparenz ebenso wie den, durch Maßstab und Komposition beeinflussten Beziehungen zum Körper.

Auswahl internationaler Einzelausstellungen der letzten Jahre: 2012 “Paintings”, Kolumba, Köln (D); 2015 “Backlight”, House of Art, České Budějovice (CZ); 2016 “White Room”, Geukens & De Vil, Antwerp (BE); 2016 “What a Painting Wants”, Georg Kargl Box, Vienna (AT); 2017 “The Body of a Painting”, hunt kastner, Prag.

Zu mehreren Ausstellungen JAROMÍR NOVOTNÝS sind Kataloge erschienen, zuletzt Formes du silence Convent of La Tourette – Le Corbusier – Geneviève Asse, Jaromír Novotný, Friederike von Rauch, Michel Verjux und Backlight, mit Texten von Marie-Paule De Vil & Yasmine Geukens, Václav Janoščík, Václav Krůček, Filip Šenk – veröffentlicht anlässlich der Ausstellung bei Geukens & De Vil, Antwerpen, 2016 und in der Axel Vervoordt Gallery, Hong Kong, 2016-17. JAROMÍR NOVOTNÝ wird durch die Galerien hunt kastner, Prag, Geukens & De Vil, Antwerpen und Axel Vervoordt Gallery, Antwerpen & Hong Kong vertreten.

 

www.jaromirnovotny.com

 

 

Dr.in BRITTA E. BUHLMANN, geboren 1956 in Büdesheim (Hessen), ist Direktorin des Museums Pfalzgalerie Kaiserslautern (mpk). Von 1975 bis 1983 studierte sie Kunstgeschichte, Geschichte, Evangelische Theologie und Archäologie an den Universitäten von Frankfurt/Main, Zürich und Bonn. Nach einem Volontariat 1984/85 am Hessischen Landesmuseum Darmstadt wurde sie wissenschaftliche Mitarbeiterin der Krefelder Kunstmuseen. 1988 bis 1994 war sie bis zu ihrem Wechsel nach Kaiserslautern Direktorin der Städtischen Galerie Würzburg. Als Lehrbeauftragte vermittelte sie moderne und zeitgenössische Kunstgeschichte an den Universitäten von Würzburg, Saarbrücken, Kaiserslautern und Heidelberg. Dort wirkte sie zwischen 2000 und 2003 als Mitglied des Gründungsuniversitätsrats. Seit 2019 füllt sie diese Funktion im Universitätsrat der TU Kaiserslautern aus. Am mpk stellte sie zahlreiche Künstlerinnen und Künstler wie z. B. Carmen Herrera, Adolph Gottlieb, Charles Pollock, Pierette Bloch, Georgia Russel, Nobuyuki Tanaka oder Eva Jospin erstmals in Deutschland mit musealen Einzelausstellungen vor.

 

 

Weitere Texte zu/von JAROMÍR NOVOTNÝ

 

Auf die Frage, was ein Gemälde will, gibt JAROMÍR NOVOTNÝ Einblick in eine mögliche Antwort: „Ein Gemälde ist etwas Künstliches, als wäre es von selbst entstanden, ohne dass ich mich darum bemüht hätte. Ich bin mir der Tatsache bewusst, dass es sich nicht um „Arbeit von Menschenhand“ handelt, Malen als Ding, ein Objekt, das „hergestellt“ wird. Auf jeden Fall geht es jedoch um Bewegung innerhalb einer eng begrenzten Phase minimaler sichtbarer Transformationen, aus denen sich auch ein wichtiger funktionaler Aspekt ergibt; Gemälde, die darin bestehen, das Medium Malerei sichtbar zu machen. Stehend in vor einem Gemälde spüre ich die Existenz von hier und jetzt mit dem Bewusstsein, dieses „...Jetzt ist das innere Bild der Vergangenheit“."

 


Alle Ausstellungen und Workshop-Programm im MUWA 2020:

  • ANNA-MARIA BOGNER
  • JAROMÍR NOVOTNÝ
  • JULIJE KNIFER
  • HELGA WEIHS
  • WOLFGANG KÖRBER
  • VERGESSENE KUNST MIT ZIRKEL UND LINEAL
Parallel zu den Wahrnehmungsinstallationen www.muwa.at/wahrnehmungsinstallationen-perception-installations werden 2020 Ausstellungen bedeutender Künstler_innen gezeigt.
 
Im Hauptraum wird bis 28. 2. 2020 die Ausstellung von ANNA-MARIA BOGNER viel mal mehr präsentiert www.muwa.at/ausstellungen-veranstaltungen-exhibitions-events/aktuell-actually/anna-maria-bogner-2019-2020. Am 13. März 2020 erfolgt die Eröffnung der Ausstellung des tschechischen Künstlers JAROMÍR NOVOTNÝ www.jaromirnovotny.com und am 11. September 2020 findet die Vernissage JULIJE KNIFER statt, in deren Rahmen das Jubiläum "30 Jahre MUWA" begangen wird. Die Neue Galerie am Universalmuseum Joanneum zeigt 2020 ebenfalls eine Ausstellung des kroatischen Künstlers www.museum-joanneum.at/neue-galerie-graz/ausstellungen/ausstellungen/events/event/8897/julije-knifer-arbeitstitel - koordiniert von Dr. PETER PEER, der auch zur Eröffnung der KNIFER-Ausstellung im MUWA sprechen wird.
 
In der Galerie im Obergeschoß wird aktuell die Ausstellung HELGA WEIHS "SIEBEN VITRINEN" www.muwa.at/ausstellungen-veranstaltungen-exhibitions-events/aktuell-actually/weihs-2019 gezeigt, ab Mitte Mai stellt der Architekt, Maler und Bildhauer WOLFGANG KÖRBER www.wolfgang-koerber.de konstruktive Kleinplastiken aus. Ab Herbst 2020 wird im Obergeschoß die Ausstellung VERGESSENE KUNST MIT ZIRKEL UND LINEAL zu sehen - historische Zeichnungen des Instituts für Geometrie an der TU Graz von etwa 1870 bis in die 1950er-Jahre dokumentieren den Wandel in der Zeichentechnik und zeigen die in unzähligen Stunden entstandenen, von Studierenden händisch angefertigten Zeichenblätter. Initiiert und kuratiert wird diese Spezialausstellung von KLAUS SCHEIBER und ALBERT WILTSCHE.
 
Zu allen Ausstellungen wird ein eigener Workshop konzipiert und für Gruppen angeboten - Über das aktuelle Angebot erfahren Sie mehr auf www.muwa.at/fuehrungen-tours-workshops 

 

Anlässlich 30 Jahre MUWA:

Kopfhörerkonzert

mit JOSEF KLAMMER

und SEPPO GRÜNDLER

> Freitag, 24. April 2020

 

1988 gaben KLAMMER und GRÜNDLER das erste Kopfhörerkonzert in Österreich. Rein elektronisch wurde damals in die eigens gebaute Kopfhöreranlage gespielt. Zahlreiche weitere folgten, u.a. auch eines 2002 im Museum der Wahrnehmung MUWA.

KLAMMER und GRÜNDLER: "Im Raum zwischen den Ohren spielt sich das Kopfhörerkonzert ab, im Kopf, davor, dahinter, darunter und darüber."


ab Mai 2020

ELISABETH HARNIK entwickelt im Kulturjahr 2020 den HUMMING ROOM gemeinsam mit MILENA STAVRIC und JAMILLA BALINT

vor dem MUWA


Im Rahmen des Kulturjahr Graz 2020 entwickelt die Klangkünstlerin ELISABETH HARNIK in Zusammenarbeit mit der Architektin MILENA STAVRIC und der Akustikerin JAMILLA BALINT ein poetisch-sinnliches Klangkunstprojekt zum Thema Natur-Erleben im urbanen Raum und Bienensterben von Mai bis Oktober 2020. Der HUMMING ROOM ist eine begehbare, räumlich-dynamische Konstruktion in Wabenform mit sechs beweglichen, konfigurierbaren Wandelementen, der mit Bienensummen bespielt wird. Ziel des Projektes ist die Vermittlung zwischen naturräumlichen Gegebenheiten, Bevölkerung, Wissenschaft und Klangkunst. Die Rezipient_innen können in einem bestimmten Rahmen frei agieren, die Installation wiederholt begehen und verlassen. Diese Brücke von realer (Klang-)Architektur und virtuellen Hörimpulsen stellt die unmittelbare Umgebung, Räume sowie Zwischenräume in einen Kontext. Die Grenze zwischen urbanen Klängen und Bienensummen verwischt und das Raum-Zeit-Kontinuum soll für einen Moment wie eine unendliche Klanginstallation erscheinen, geformt durch die umgebende Architektur. Nach der letzten Projektphase soll die Wabenstruktur aufgebrochen und sechs einzelne Klangskulpturen sollen im Grazer Raum verteilt und langfristig in Insektenhotels überführt werden.


Die ARGE aktuelle kunst in graz feiert 2020 ihr 20jähriges Bestehen!

MUWA bietet wiederum Führungen während der Galerientage 8. bis 10. Mai 2020!


Die Arbeitsgemeinschaft aktuelle kunst in graz feiert im kommenden Jahr ihr 20jähriges Bestehen. Der jährliche Höhepunkt sind die Galerientage im Frühjahr, die ein dichtes Programm zur zeitgenössischen Kunst in Graz bei freiem Eintritt bieten. Die Galerientage finden von 8. bis 10. Mai 2020 statt.

Das MUWA ist wieder mit dabei und bietet Führungen durch die Kunstausstellung von JAROMIR NOVOTNÝ! www.galerientage-graz.at


impuls Minutenkonzerte am 6.6.2020 - auch wieder im MUWA!
Das MUWA wird im kommenden Jahr auch wieder eine Station der impuls Minutenkonzerte 2020 sein: Am Samstag, 6. Juni 2020 finden diese Kurzkonzerte in verschiedenen Grazer Kulturinstitutionen statt! www.impuls.cc
 

 


 

Das MUWA gibt Ihnen 2020 Kunst in die Hand:

Handsignierte Eintrittskarten
von FALK SCHWALBE

 

Anlässlich des 30jährigen Bestehens des Museums der Wahrnehmung MUWA geben wir Ihnen Kunst zum Sonderpreis in die Hand! Sie kaufen eine Eintrittskarte in Form von handsignierten Karten in limitierter Auflage von FALK SCHWALBE! SCHWALBE studierte Editorial Design an der Burg Giebichenstein, Kunsthochschule Halle und eröffnete mit seinem Künstlerkollegen HANNES HIRCHE 2013 eine Siebdruckwerkstatt in Leipzig. 2018 stellten die beiden unter dem Künstlerkollektiv RAINBOW analog angefertigte Bandplakate in Siebdrucktechnik im MUWA-Obergeschoß aus: www.muwa.at/archiv-archive/rainbow-2018 www.falkschwalbe.de

Das Vermittlungsprogramm wird 2020 fortgesetzt!

 

Die Workshops und Führungen werden durchgeführt von Mag.a Diana Biltog, Mag.a Eva Fürstner, Sabine Rauchenberger und Andrea Sadjak!

 

  • FIXFÜHRUNG jeden Mittwoch um 16:00 Uhr!
  • Intensiv-Führungen nach individueller Vereinbarung!
  • THEMENSCHWERPUNKTE IN DEN WORKSHOPS: „Meine Welt + Deine Welt = Unsere Welt", "Wahr ist viel mehr“, „KUNST UND KLIMA“, „Ich bin o.k.“, "Gender", „Das Fremde und das Eigene“, „Slow Motion“, „Die Sinne trügen nicht, das Urteil trügt“ und „Der Chinesische Korb“!

Geplante Kooperationen

  • 60PLUS: freier Eintritt (unterstützt von der Holding Graz!) unf für Graz Linien NutzerInnen ermäß. Eintritt für Erwachsene (unterstützt von der Holding Graz)
  • AK-Card: ermäßigter Eintritt für Erwachsene (unterstützt von der AK Stmk)
  • Familienpass Steiermark: Ermäßigter Eintritt
  • HUNGER AUF KUNST+KULTUR:gratis für Kulturpass-Inhaber_innen
  • CHECKIT-CARD Steiermark: freier Eintritt ganzjährig; Steiermark-Card 1.4.-31.10.2020: freier Eintritt