Kunstausstellung
BARBARA HÖLLER, Wien
„Präsenz der Linien“
BARBARA HÖLLER, Foto: Daniel Lichterwaldt
BARBARA HÖLLER, Wien
„Präsenz der Linien“
Eröffnung / Opening: 13. März 2026, 19.30 Uhr
Mit freundlicher Unterstützung der Stadt Graz
Einführung / Introduction: Mag.a KATIA HUEMER, Kuratorin Kunsthaus Graz
Ausstellung / Exhibition: 14.03.-11.09.2026
https://www.barbarahoeller.at/
Ausstellungsansichten
Katia Huemer
zur Ausstellung Barbara Höller: Präsenz der Linien
13.03.2026
Ein Raster wirkt wie ein Versprechen von Gleichheit und Ordnung. Es erinnert daran, dass jede Struktur nur so stabil ist, wie wir sie wahrnehmen. Gerade in dieser vermeintlichen Sicherheit werden
feine Unterschiede sichtbar. Das Gleiche zeigt sich im Kleinen als ungleich. In ihrer konzeptionellen Malerei gibt Barbara Höller einen Hinweis darauf, dass Gleichheit und Struktur nie absolute
Übereinstimmung bedeutet, sondern einen Rahmen schafft, in dem Differenz subtil hervortreten kann. Übertragen auf gesellschaftliche Zusammenhänge zeigt sich Ähnliches: Wer in ein Raster, eine
Ordnung tritt, mag äußerlich in ein vorgefertigtes Schema passen, doch unter der Oberfläche pulsiert Vielfalt. Die Struktur, die eigentlich nivellieren will, bleibt zwar nach außen hin starr,
doch zugleich lebt sie von den leisen Abweichungen, die ihr Inneres formen.
Barbara Höller setzt sich in ihrem Kunstschaffen kontinuierlich mit Systemen und der Individualisierung innerhalb dieser auseinander. Ihre künstlerische Laufbahn folgt dabei einem ebenso
stringenten Prinzip wie ihre Arbeiten selbst. Von Beginn an wählt sie komplexe, konstruktiv angelegte Herangehensweisen, eine Entscheidung, die, wie sie sagt, mit ihrer „Art zu denken, die
abstrakt und logisch ist“, zu tun hat. Folgerichtig arbeitet sie überwiegend in Serien und Werkblöcken. Eine Ausnahme bilden ihre raumbezogenen Klebebandinstallationen, in denen sie das Spiel mit
der Wahrnehmung auf die Spitze treibt, ein Spiel, das ihr offensichtlich Freude bereitet. Mit einem Augenzwinkern setzt sie es auch in der Werkgruppe tape or fake fort, in der sie den
Malgrund mittels Klebeband an der Wand erweitert. Die im Titel enthaltene Anspielung auf die (optische) Täuschung verweist auf jene Unsicherheiten, mit denen unsere Wahrnehmung von „Echtheit“
heute mehr denn je konfrontiert ist – sei es in Nachrichten, Medienbildern oder alltäglichen visuellen Eindrücken. Gleichzeitig zeigt sich tape or fake als ein hybrides Werk: Es verbindet die
strenge Systematik serieller Malerei mit der spielerischen Räumlichkeit von Höllers Klebebandinstallationen. Der Malgrund bleibt Bild, wird jedoch durch das sichtbare Klebeband zugleich zu einem
Teil der Wand und damit zur räumlichen Setzung. In dieser Überlagerung von Bildträger und installativen Erweiterung entsteht eine Zwischenform, die die Grenzen zwischen Malerei und Installation
bewusst verwischt. Einerseits offenbart sich darin ein ausgesprochen konzeptuelles Werk, das seine eigene Entstehungslogik ebenso thematisiert wie die Bedingungen seiner Wahrnehmung; zugleich
formuliert tape or fake einen ironischen Kommentar, der gängige Erwartungen an die Seriosität konzeptueller Kunst bewusst unterläuft. Auch Broken Grid (2025), eine definierte
Musterhängung aus 16 kleinformatigen, quadratischen Holzobjekten in leuchtendem Gelb, folgt dem Prinzip, den Bildraum mithilfe von Klebeband zu sprengen. Die geometrische Ordnung der Gruppe wird
von roten, rechtwinklig verlaufenden, unterbrochenen Linien durchzogen, die scheinbar zufällig gesetzt sind. Teilweise überschreiten diese die Begrenzung der einzelnen Tafeln, greifen über den
Bildrand hinaus und setzen sich an der Wand fort. Wie ich bei einem Atelierbesuch erlebte, ist die Ausrichtung der einzelnen Elemente keineswegs festgeschrieben: Mit einer entschiedenen Geste
drehte die Künstlerin eine der Tafeln und verschob damit die vermeintlich unverrückbare Ordnung. Auch wenn diese physische Intervention allein ihr zusteht, legt das Werk eine gedankliche
Beweglichkeit nahe. Die Richtungen bleiben prinzipiell offen, Orientierung wird zur Möglichkeit, doch nicht zur strikten Vorgabe. Broken Grid zeigt somit eine Ordnung im Übergang, die
sich als jederzeit veränderbar erweist.
Die Idee der Veränderbarkeit durchzieht mehrere Arbeiten. Recall etwa, ein zweiteiliges Acrylbild auf Aludibond, entstand aus drei übereinanderliegenden Linienstrukturen, deren Raster nur auf den
ersten Blick regelmäßig erscheinen. Durch minimale Verschiebungen entstehen Abweichungen, die die Formenvielfalt der schwebenden gelben Elemente betonen. Denn diese entziehen sich einer
eindeutigen Fixierung, sie scheinen im Raum zu driften und sich in einem permanenten Zustand der Veränderung zu befinden. Die Werkangabe trägt bewusst den Zusatz „veränderbar“ und verweist
darauf, dass die beiden, mit minimalem Abstand montierten Paneele nicht auf eine einzige Anordnung festgelegt sind, sondern auch in alternativen Konstellationen präsentiert werden können. Die
Arbeit bleibt damit offen für neue räumliche Beziehungen und visuelle Lesarten.
Als unveränderlich und für den Zusammenhalt der Welt physikalisch unabdingbare Kraft erweist sich jene Instanz, die Barbara Höller neben der Farbe als wichtigste Assistentin betrachtet: die
Gravitation. In zahlreichen Arbeiten nutzt die Künstlerin die Schwerkraft, um – wie sie es formuliert – „Farbe Richtung Erdmittelpunkt zu schicken“. Auf diese Art entstehen, bei jeweils
unterschiedlicher methodischer Vorgehensweise, Werkgruppen wie Straight River / Deep Space, Ladder oder Cover the Color.
Bei Straight River / Deep Space wird etwa der Bildrand in einem zuvor definierten Abstand mit einem Punkt markiert. An diesem setzt Höller die Farbspritze an und überlässt das Weitere
der Assistentin Gravitation. Der Punkt dehnt sich zur Linie, indem die Farbe nach unten rinnt. Dass diese Spur gerade verläuft und nicht mäandert, ist jedoch nicht allein der Schwerkraft
zuzuschreiben. Ebenso entscheidend sind die präzise abgestimmte Konsistenz der Farbe (verdünnter Acryllack) und die Beschaffenheit des Malgrunds (Lederimitat) – beides von Höller sorgfältig
erprobt und vorbereitet.
Das wiederholte Ansetzen der Farbpunkte in variierenden Abständen erzeugt ein Raster, das sich jedoch nicht als streng geometrische Ordnung manifestiert. Vielmehr entsteht ein Gefüge sich
überlagernder Linien, das eine räumliche Tiefe entwickelt und den Blick in das Bild hineinzieht. Die vermeintliche Strenge der Struktur wird durch die Beweglichkeit der Farbe unterlaufen. Das
Raster stabilisiert den Blick, während die sich überlagernden Linien ihn wieder lösen und in die Tiefe führen. So oszilliert die Wahrnehmung zwischen Ordnung und Offenheit. Die Werke behaupten
Klarheit und entziehen sich ihr zugleich.
Eine vergleichbare Methode wählt Barbara Höller für Ladder: Ein Tropfen Lack setzt am oberen Rand eines schräg gehängten Bildes an, löst sich und rinnt nach unten, während er sich zu
einer Linie auszieht. Durch die Veränderung des Neigungswinkels lassen sich weitere Rinnspuren in unterschiedliche Richtungen lenken. Jede folgt der Gravitation, doch jede entsteht unter leicht
veränderten Bedingungen. So bildet sich ein Gefüge von Linien, das nicht gezeichnet, sondern geflossen ist und eine eigentümliche Räumlichkeit entfaltet. „Die Tropfen rinnen in eine Richtung, wie
der Atem sich vom eigenen Körper löst“, beschreibt Höller diesen Vorgang mit poetischen Worten – und handelt doch gleichzeitig als Mathematikerin, die sie (auch) ist, denn die Abstände der
Ursprungspunkte folgen einer exponentiell wachsenden Reihe. Dadurch verschiebt sich der Rhythmus der Linien von enger Verdichtung zu zunehmender Weite. Das System bleibt berechenbar, doch seine
visuelle Wirkung ist alles andere als statisch: Mit jeder weiteren Spur und den leichten Farbunterschieden, die damit einhergehen, dehnt sich das Raster, gewinnt an Dynamik und erzeugt eine
Raumwirkung, die aus einer klar definierten mathematischen Struktur hervorgeht. „Diese Art der Strukturierung kommt dem Aufbau eines Raumkonzepts ziemlich nahe“, erklärt die Künstlerin ihre
Herangehensweise. „Das Malen eines abstrakten Bildes oder die Entwicklung eines räumlichen Konzepts fühlt sich für mich sehr ähnlich an.“
Bei aller konzeptionellen Stringenz lässt die Künstlerin auch dem Zufall Raum. Das zeigt sich etwa in Cover the Color: Senkrecht über die Bildfläche rinnende Farblinien bilden den
Ausgangspunkt dieser Arbeiten. Sie folgen (einmal mehr) der Schwerkraft, wirken unmittelbar und körperlich, zugleich aber sorgfältig gesetzt. Wieder entstehen die Linien nicht durch Zeichnung,
sondern durch den Fluss der Farbe selbst, der sich den physikalischen Gesetzen überlässt. In einem zweiten Schritt wird jede ursprüngliche Spur von einer weiteren Farbe exakt nachgeführt und
größtenteils überdeckt. Der Moment, in dem die Farbe aufhört, der vorangegangenen Linie zu folgen und zu trocken beginnt, ist dabei unvorhersehbar. Die erste Linie bleibt dabei als strukturelles
Gerüst spürbar, auch wenn sie visuell nur noch fragmentarisch wahrzunehmen ist. Überlagerung wird so zum zentralen Thema: Sichtbarkeit und Verbergen, Präsenz und Erinnerung existieren
gleichzeitig.
Aus dieser Gleichzeitigkeit entsteht ein Denken in Schichten und Relationen statt in abgeschlossenen Einheiten. Barbara Höllers Arbeiten organisieren sich über Spannungsverhältnisse zwischen
einzelnen Elementen, deren Bedeutung sich erst im Zusammenspiel entfalten.
Vor diesem Hintergrund gewinnt auch die Zahl Vier eine besondere Bedeutung. Während dreiteilige Ordnungen (etwa im klassischen Triptychon) eine vertraute, stabile Bildstruktur erzeugen,
beschreibt die Künstlerin die Vier als widerständig und herausfordernd. („Vier ist meine Zahl.“) Die Vier (die Barbara Höller übrigens als matriachale Zahl beschreibt) verweigert eine eindeutige
Hierarchie und verlangt nach Ausgleich. Als Zahl des Quadrats steht sie zugleich für Stabilität und Offenheit, für ein System, das sich aus Beziehungen entwickelt statt aus einem Zentrum heraus.
Viele von Barbara Höllers mehrteiligen Arbeiten folgen entsprechend einer durch vier teilbaren Struktur. In Ways or Means (2025) bilden sechzehn quadratische Tafeln ein modulares Gefüge,
deren durchbrochenen und sich kreuzenden Linien an ein Labyrinthspiel erinnern. Wege sind nicht festgelegt, sondern entstehen im Prozess der (gedanklichen) Bewegung.
Die Linie selbst steht im Zentrum von Broken Lines (2024/25) und bildet das Leitmotiv der Ausstellung Präsenz der Linie ab. Die Serie thematisiert Linien als grundlegende ordnende
Elemente, indem sie gleichzeitig gebrochen, fragmentiert und verschoben werden. Ihre Richtungen wurden mittels eines Zufallssystems bestimmt und in Kupferfarbe ausgeführt. Durch die natürliche
Oxidation des Materials verändert sich jede Linie subtil im Laufe der Zeit, wodurch der prozesshafte Charakter der Arbeit und die Fragilität von Ordnung an sich erkennbar werden. Wie Höller
selbst formuliert: „Linien ziehen. Linien beziehen. Linien teilen. Linien verteilen. Linien setzen. Linien zersetzen.“ Dieses Statement verdeutlicht, dass Linie nie statisch ist; sie ist
relational, dynamisch und in ständiger Bewegung. Jede Linie eröffnet neue Bezüge, erzeugt Spannungen und verschiebt die Wahrnehmung.
Barbara Höllers Arbeiten entfalten sich als Systeme in ständiger Bewegung, zwischen Raster und Abweichung, zwischen Struktur und Zufall. Ordnung zeigt sich dabei als fragiles Gefüge, das
fortwährend entsteht und sich zugleich jederzeit verschieben kann. Gerade hierin liegt die gesellschaftliche Resonanz der Werke, denn Orientierung wird nicht vorgegeben, sondern muss immer wieder
neu gefunden und ausgehandelt werden. Mit ihrem auf den ersten Blick streng gemetrischem Werk eröffnet Barbara Höller die Möglichkeit, Ordnung als offenen, veränderbaren Prozess zu denken, dessen
Form immer von Perspektive, Beziehung und Entscheidung abhängt.
BARBARA HÖLLER
„Präsenz der Linien“
BARBARA HÖLLER gehört zu den wichtigsten Vertreter:innen konkreter und konstruktiver Kunst der mittleren Generation in Österreich. Im Museum der Wahrnehmung MUWA zeigt sie in ihrer Ausstellung
„Präsenz der Linien“ Arbeiten aus den vergangenen sechs Jahren. Linien sind in ihren Werken präsent als Gitter- oder Netzstrukturen, als überlagerte, auslaufende und gebrochene Linien. Die
Künstlerin arbeitet meist in Serien, für die sie jeweils ein System entwickelt, das stark von den verwendeten Materialien, dem Format und dem eingesetzten Farbauftrag bestimmt wird. BARBARA
HÖLLERs kontinuierliches Bestreben nach Systematisierung bewirkt, dass sie im Arbeitsprozess einer Serie bereits neue Strategien für künftige Werkgruppen entwirft.
In den Werkserien Straight River / Deep Space, Ladder und Cover the Color entstehen Linien durch freies Verlaufen von Farbe auf dem Bildgrund ohne Zuhilfenahme eines Lineals.
Die Geradlinigkeit der so entstandenen Farbstreifen ist der Konsistenz der Farbe im Zusammenspiel mit dem Trägermaterial geschuldet, die BARBARA HÖLLER empirisch entwickelt. „Farbe und
Gravitation sind meine Assistentinnen“, so die Künstlerin. Die mehr oder weniger dichten Netzstrukturen sowie die Farbgebung der Linien lassen den Eindruck von Räumlichkeit auf der Bildfläche
entstehen.
Für die Serie Broken Lines hat die Künstlerin ein Zufallssystem für die Richtungen der durchbrochenen Linien (aus Kupferfarbe, die von der Künstlerin zum Oxidieren gebracht wurde und
somit Blautürkis erscheint) festgelegt. Sie bezeichnet dieses Liniengefüge als „Konstruktion“ und merkt zu den Linien an: „Sie verlieren ihre Eindeutigkeit und werden zu Trägern von Spannung,
Irritation und Bewegung.“ Anderen Arbeiten wie beispielsweise den Serien Quartett und Ways or Means liegt ein offenes System zugrunde. Dabei ordnet die Künstlerin einzelne Bildteile immer wieder
neu an. Ein weiteres offenes System charakterisiert ihre dreidimensionale Serie der Landmarks, modulare Objekte aus jeweils sechs bemalten Holzkörpern, deren Teile einzeln gedreht werden können,
um das zugrundeliegende formale System zu verändern.
SYLVIE AIGNER, Kunsthistorikerin, Kuratorin, Chefredakteurin von PARNASS, schreibt im Katalogtext „Das Konzept der Linie“ über die Künstlerin: „Das Werk von Barbara Höller bewegt sich im
Spannungsfeld der Malerei zwischen Objekthaftigkeit und Zweidimensionalität und der Fragestellung nach dem Materialcharakter der Farbe. Die Linie ist dabei Hauptakteur der Bildkonzeption - selbst
dort, wo Barbara Höller die Farbe in den Raum entwickelt. Sie ermöglicht ihr, eine Struktur herzustellen, die von den Linien selbst vorgegeben wird.“
Mit ihrer Ausstellung „Präsenz der Linien“ reagiert die Künstlerin auf den besonderen Raum des MUWA mit seinem oktogonalen Grundriss und nutzt seine vielfältigen Blickwinkel für ein irritierendes
und vergnügliches Spiel mit Systemen und Zufällen.
Eva Fürstner / Sabine Richter
BARBARA HÖLLER
„Presence of Lines“
BARBARA HÖLLER is one of the most important representatives of concrete and constructive art among the middle-generation in Austria. In her exhibition ‘Presence of
Lines‘ at the Museum of Perception MUWA, she is showing works from the past six years. Lines are present in her works as grid or net structures, as overlapping, fading and broken. The artist
usually works in series, for each of which she develops a new system that is strongly determined by the materials used, the format and the colour application employed. BARBARA HÖLLER's continuous
striving for systematisation means that she already devises new strategies for future groups of works during the working process of a series.
In the series Straight River / Deep Space, Ladder and Cover the Color, lines are created by allowing paint to flow freely onto the painting surface
without the aid of a ruler. The straightness of the resulting color stripes is due to the consistency of the paint and its interaction with the substrate, which BARBARA HÖLLER develops
empirically. ‘Colour and gravity are my assistants‘ says the artist. The more or less dense network structures and the colouring of the lines create the impression of spatiality on the painting
surface.
For the Broken Lines series, the artist established a random system for the directions of the broken lines (made of copper paint, which the artist oxidised
to give it a blue-turquoise appearance). She describes this line structure as a ‘construction‘ and comments: ‘They lose their clarity and become carriers of tension, irritation and movement.‘
Other works, such as the Quartet and Ways or Means series, are based on an open system. Here, the artist repeatedly rearranges individual parts of the image. Another open system
characterises her three-dimensional series of Landmarks, modular objects each consisting of six painted wooden bodies, whose parts can be rotated individually to change the underlying formal
system.
SYLVIE AIGNER, art historian, curator and editor-in-chief of PARNASS, writes about the artist in the catalogue ‚Das Konzept der Linie‘: ‘Barbara Höller's work moves
in the field of tension between objectivity and two-dimensionality in painting and the question of the material character of colour. The line is the main actor in the conception of the image –
even where Barbara Höller develops colour in space. It enables her to create a structure that is determined by the lines themselves.‘
With her exhibition ‘Presence of Lines‘ the artist responds to the unique space of the MUWA with its octagonal floor plan and uses its diverse perspectives for an
unsettling and entertaining play with systems and coincidences.
BARBARA HÖLLER, geboren 1959 in Wien. 1977-1980 Studium der Mathematik, Wien. 1977-1984 Hochschule für angewandte Kunst in Wien. Zusammenarbeit mit Konrad Rautter (u.a. 1988-96).
1989 Arbeitsstipendium der Stadt Wien. Mitbegründung der Künstlerinnengruppe Vakuum (1990-95). 1991 Atelierstipendium der Stadt Wien Budapest (HU). Kuratierung mehrerer Ausstellungen seit 1992.
1993-2001 Leitung des Ausstellungsraumes „sehsaal“ Wien. 1995 Romstipendium des bm.wvk. 1996 Japanstipendium des bm.wvk.
Preise: 1987 und 1994 Anerkennungspreis des Landes Niederösterreich. 1994 1. Preis Trend Art Spektrum 94, Wien. 1999 1. Preis Bauholding Kunstwettbewerb. 1999 Ankaufspreis 26. Grafikwettbewerb
Innsbruck.
Einzel- und Gruppenausstellungen (Auswahl): 2025 Layering – Galerie Floss und Schultz, Köln (DE) und Coaraze (FR) / Hebel 121, Basel (CH) / Galerie Gezwanzig Vienna (AT) / Galerie Marenzi,
Leibnitz (AT) / 2024 Paper Unlimited – museumkrems, Krems (AT) / BLIND DATE – Museum Liaunig, Neuhaus/Kärnten (AT) / Open Crate (Online exhibition) – Alfa Gallery New York / 2023 (mit Han Feng)
Loft8 Galerie Wien (AT) / 2022 Arthouse Galerie Bregenz (AT) / gpl contemporary Wien (AT) / Cinetique II – EinsZwei Gallery, Prag (CZ) / 2020 Künstlerhaus Hamburg (mit Wahida Azhari) (DE) / (mit
Christine Ulm) Galerie Nothburga Innsbruck (AT) / Bildraum 01 Vienna (AT) / Frise Künstlerhaus Hamburg / 2019 blaugelbezwettl Zwettl (AT) / IP Center Vienna (AT) / 2018 Grüne Galerie Vienna (AT)
/ Österreichisches Kulturforum Bratislava (SK) / 2017 artmark Galerie Wien / basement Wien (mit Stano Masár) / ok St. Pölten (mit S. Ortlieb, J. Feilacher, E. Straszer) (AT) / 2014 OÖ.
Kunstverein (mit Michael Wegerer) Linz / 2010 Galerie Splitter Art Wien / 2008 Adamgallery Brno (CZ)
Lebt und arbeitet in Wien und Wallern im Burgenland.
https://www.barbarahoeller.at/
KATIA HUEMER, 1977 geboren. Studium der Geschichte in Kombination mit Medienkunde an der Karl Franzens Universität Graz und an der Universitá degli Studi di Bologna, sowie
Abschluss des ULG Kuratieren in den Szenischen Künsten an der Paris Lodron Universität Salzburg und der LMU München. Seit 2004 arbeitet Katia Huemer im kuratorischen Team des Kunsthauses Graz, wo
sie seither mehr als 50 Ausstellungen, beinahe ebenso viele Publikationen und unzählige Veranstaltungen verschiedenster Formate betreute.
BARBARA HÖLLER "Deep Space 02, 2022, Acryllack auf Lederimitat, 125 x 125 cm",
credit: Barbara Höller







