GOMRINGER!

 

27 Künstler_innen stellten zu Ehren PROF. EUGEN GOMRINGERS aus - anlässlich seines 95. Geburtstages im Jahr 2020!

 

Eröffnung: 15. 3. 2019, 19:30 Uhr

Begrüßung: Gemeinderätin ELISABETH POTZINGER in Vertretung von Bgm. Mag. SIEGFRIED NAGL und Kulturstadtrat Dr. GÜNTER RIEGLER

Lesung: Prof. EUGEN GOMRINGER

Musikprogramm: RICARDA BAUBKUS, Campanula

Ausstellung: 16. 3. - 30. 8. 2019, Mittwoch bis Montag, 13:00 bis 17:30 Uhr


Finissage der Ausstellung GOMRINGER! im MUWA

Künstlerin, Kuratorin und Hochschuldozentin SABINE RICHTER führte im Rahmen des Rundgangs am 30.8.2019, 17.00 Uhr, mit den anwesenden Künstler_innen ein Gespräch und der kürzlich erschienene Katalog wurde präsentiert!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Die erste Gruppenausstellung des Museums der Wahrnehmung MUWA vereint die Arbeiten von 27 Künstler_innen, welche der konkreten Kunst nahestehen und bereits einmal eine Einzelausstellung im MUWA präsentiert haben, im Dialog mit Arbeiten von EUGEN GOMRINGER. Im Vorfeld des 95. Geburtstags des Erfinders der konkreten Poesie, Kurators und Kunsttheoretikers wurde diese Ausstellung von 16.03. bis 30.08.2019 gezeigt.

 

 

HINTER DIE KULISSEN GESCHAUT -

Ein Ausstellungsrundgang mit der Kuratorin

SABINE RICHTER

 

Künstlerin, Kuratorin und Hochschuldozentin Dr.in SABINE RICHTER sprach in ihrem Rundgang - an welchem auch Kulturstadtrat Dr. GÜNTER RIEGLER teilnahm - über das Entstehen der Ausstellung, über Herausforderungen der gemeinsamen Präsentation und wie ein Dialog zwischen dem Werk und dem/r Betrachter_in entstehen kann. Mehr dazu!


Interview von MICHAEL TSCHIDA mit EUGEN GOMRINGER

Kleine Zeitung, 17. April 2019

 

Fotos der Ausstellungseröffnung

 

Die Künstler_innen:

Siegfried AMTMANN, Dieter BALZER, Hellmut BRUCH, John CARTER, Tony CRAGG, Inge DICK, Rita ERNST, Gerhard FRÖMEL, Felicitas GERSTNER, Hans Jörg GLATTFELDER, István HAÁSZ, Hasso VON HENNINGES, Rosa M. HESSLING, Anneke KLEIN KRANENBARG, Manfred MAKRA, Dóra MAURER, Vera MOLNAR, Helga PHILIPP, Sabine RICHTER, Wolfgang RITTER, Vera RÖHM, Reinhard ROY, Fritz RUPRECHTER, Diet SAYLER, Peter STAECHELIN, Jens VELLING-SCHÜRMANN, Günter WALTER


Die Künstler_innen im Einzelporträt

Wöchentlich werden zwei Künstler_innen im Einzelporträt vorgestellt mit ihren Arbeiten und Statements

 

Siegfried Amtmann,

lebt und arbeitet in Graz und Köflach

 

 

 

 

 

 

 

 

Lightlines 4, 2011, 73,5x51,5x7,5 cm, Acrylglas/Kunstfaser/Holz/POM

"es sind dies durch seherfahrung oder durch kontemplation erzeugte gedankenkonstrukte, die im WERKEN zu formen werden und sich zu bildganzheiten verdichten, in denen transparenz, licht-kanten und glanz WIRKEN und zur erscheinung bringen, dass die welt in bewegung ist." 
                                                                                      Siegfried Amtmann

Dieter Balzer,

lebt und arbeitet in Berlin

"Xix", 2019, 19-123, 90x90x7 cm, "DJ-reset", 2019, 80x25x15 cm, beide MDF/Folie
"Umordnung
Dieter Balzer spricht nicht von Bildern und Skulpturen, wenn er über die Resultate seiner Arbeit redet, sondern eher von Konstruktionen, von genau geplanten Architekturen, die von zwei wesentlichen Aspekten getragen werden: von der akribischen Lust an der Genauigkeit eines in vielen Varianten schließlich vorliegenden Entwurfs und einer ebensolchen Genauigkeit in der Farbwahl.
Die eingeschränkte Subjektivität industrieller Farbfolien einerseits und nach dem menschlichen Maß eingeschränkte Konstruktionsweise von Architektur andererseits schaffen Gegensatz, Spannung, gegenseitiges Aufheben von Räumlichkeit, von Geborgenheit im Raum, von Symmetrie und Ebenmaß. Dieter Balzer spricht in einem Interview mit Annegret Labs und Ulrich Gellner vom „…Kippen. Die perfekte Symmetrie, was man vielleicht als die höchste Form der Ordnung bezeichnen kann, wird man nicht finden in meiner Arbeit.“

Seine Freude an der Rekonstruktion illustriert Dieter Balzer am Donald Judd’schen „…Kastenmodell, da schneide ich rein, verändere die Proportionen und setze mich auseinander. So ergab sich für mich schnell die Idee Farbfolien zu nehmen, wobei die Tradition noch weiter zurückgeht, sie geht sicher auf Josef Albers zurück, der die reinen Farben aus der Tube verwendet hat“…

Dieter Balzer zählt zu den Künstlern der neuen Generation, die das Repertoire der konstruktiv-konkreten Kunst umordnet und neue Zusammenhänge herstellt, die Verbindungen und Ähnlichkeiten zu Kreis, Dreieck und Viereck erweitern. Dynamik, Raumverwandtschaften, mehrdimensionale, berechenbare Raumqualitäten zeichnen diese Konstruktionen aus. Dabei gelingt Dieter Balzer eine Konstellation von Räumen, die bunt, verrückt und zugleich einmalig zeitgemäß, bewunderungswürdig aktuell und von ihrer künstlerischen Konzeption her Bestand und Vergnügen beweist."
                                                                                              Werner Wolf 

Hellmut Bruch,

lebt und arbeitet in Hall in Tirol

 

 

 

 

 

 

 

Unterbrochene Kontinuität, 2017, oranges, fluoreszierendes Acrylglas, ⊘ 62 100x100x0,3 cm 

 

 

"Bei meinen Arbeiten beziehe ich mich auf die Realität des Immateriellen. Licht und Naturgesetze sind seit vielen Jahren zentrale Themen meiner Arbeit, die keine reduzierten Abbildungen oder Abstraktionen des Sichtbaren sind, sondern jenen Voraussetzungen folgen, die der materiellen Welt Gestalt geben und sie prägen. Meine 'Offenen Formen' und 'Progressionen' gründen auf diesen universalen Konstanten und richten den Blick auf die Unendlichkeit."

                                                                                             Hellmut Bruch


John Carter,

lebt und arbeitet in London

 

 

 

 

Superimposed Elements: Parallelogram 1990, Acrylfarbe und Marrmorpuder auf Sperrholz, 50 x 55.5 x 10 cm / Credit: John Riddy

 

 

"In meiner Arbeit strebe ich nach einem Dialog zwischen Malerei und Skulptur. Über die Jahre habe ich eigentlich nur wenige wirklich dreidimensionale Objekte geschaffen, denn ich konzentriere meine Überlegungen auf sogenannte „Wand-Objekte“. Diese „Objekte“ halten viele Charakteristiken von Gemälden inne: Sie sind flach, ihre Oberflächen sind in verschiedene Bereiche aufgeteilt und manchmal verwende ich Farbe. Gleichzeitig haben sie aber auch skulpturale Eigenschaften, beschrieben durch körperliche Masse und oftmals nicht rechtwinklige Konturen. Darüber hinaus sind längliche, die Oberfläche durchdringende Schlitze und Öffnungen sehr typisch für diese Arbeiten. Außerdem unterstreicht Marmorpuder, das ich seit 1985 auf den Oberflächen einsetze, den skulpturalen Aspekt meines Werkes."

                                                                                              John Carter


Anthony Cragg,

lebt und arbeitet in Wuppertal in Deutschland

 

 

 

 

 

Living Rooms #01 (Detail), 2000, Druckgrafik, 41x50 cm, Auflage: 35 (Credit: Michael Richter)

 

 

"Die Papierarbeiten ‚Living Rooms‘ beschäftigen sich, wie viele meiner Arbeiten, mit dem Unterschied zwischen dem wahrnehmbaren Alltag und den darunter liegenden verborgenen Strukturen und Energien."

                                                                                            Anthony Cragg


Inge Dick,

lebt und arbeitet in Innerschwand am Mondsee

 

 

 

 

 

 

 

 

 

sommer licht weiss, 2013/44, 30.6./1.7.2013 - 20:31:57 - 06:46:26, Fujicolor Crystal Archive auf Aluminium, Acrylglas, 120 x 120 cm

 

 

"Die Arbeit zeigt, wie sich das Tageslicht während eines oder mehrerer Tage auf einer weißen Fläche verändert. Ausgeführt wurde die Arbeit durch Aufnahmen des Lichtes mit einer digitalen Filmkamera, ohne Veränderung der Einstellungswerte und mit laufendem Time Code in einem weißen Raum. Aus dem Film wurden markante Schritte der Farbveränderung als Stills herausgenommen und zu Bildern zusammengesetzt. Das Überraschende: die unterschiedliche Wahrnehmung der Farben durch das Auge bzw. jener der Kamera. Das Auge adaptiert, die Kamera nicht. Somit entsteht eine Dokumentation der Vielfalt bzw. der Intensität der Farben des Lichtes."

 

                                                                                               Inge Dick


Rita Ernst,

lebt und arbeitet in Zürich, Schweiz und Trapani, Italien.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Salinas Palermo, 2018, Acryl auf Leinwand, je 135x40cm

 

 

"SALINAS PALERMO
Der Titel meiner neuen Bildserie weist auf den bedeutenden Archäologen Antonio Salinas hin, welcher für das Archäologische Museum der Stadt Palermo von großer Bedeutung war.
Immer wieder beschäftigt mich die Basis, die Grundstruktur, der Grundriss von bedeutenden Gebäuden der Vergangenheit. Mit dem neuen Bildzyklus „Salinas Palermo" erweise ich meine Referenz einem wunderbaren Museum, in welchem die Kulturerzeugnisse des prächtigen Siziliens aufbewahrt werden. Ich übernehme zum Teil Proportionen, Raumverhältnisse und interpretiere diese in meiner eigenen geometrisch-konstruktiven Sprache.
Der Farbklang Pompeji rot, Signalrot, Kupfer Schwarz und Grau evoziert Gefühle von der Antike, Erhabenheit Reinheit und Schönheit.
Mein Blick ist der einer zeitgenössischen Künstlerin auf Vergangenheit und Gegenwart."

Rita Ernst


GERHARD FRÖMEL,
lebt und arbeitet in Wolfsegg/OÖ und Hallein/Sbg             


 

 

 

 

 

 

 

RaumKontur, 2018, weiß-schwarz, Aluminium, Acryllack, 62,5 x 62,5 x 11 cm, Credit: Marie-Heide Margreiter

 

"...zwischen zwei- und dreidimensionalem Erleben wechseln...schon ein minimaler Schritt - physisch und geistig - kann die Sicht auf die Welt enorm verändern... ES IST WAS WIRD..."

Gerhard Frömel    


FELICITAS GERSTNER,

lebt und arbeitet in Frankfurt am Main, Deutschland.

 

 

 

 

o. T., 2018, Nr. 2018 G 002, Holz/Nessel/Pigment/Acryl, 71 x 95 x 5 cm, Credit: Joachim Werner

 

 "Raster, Gitter und Geflecht sind immer wieder Thema meiner Arbeiten – in der Enkaustikmalerei, in Aquarellen, Collagen und Wandobjekten, wie dem hier gezeigten.
Gitter und Raster erinnern an Gesehenes, Erfahrenes, sie sind als Grundmuster im technischen Bereich, in der Architektur, in der Anlage von Städten vorhanden, liegen aber auch dem Aufbau eines Kristalls, eines Blattes, einer Zelle zugrunde. Es sind Strukturen, die in anorganischer und organischer Materie – also auch in uns selbst vorhanden sind und auf tieferer Ebene erinnert und gespürt werden können. Sie existieren für mich gleichzeitig als äußere und innere ‚Bilder‘."

 

Felicitas Gerstner  


HANS JÖRG GLATTFELDER,
lebt und arbeitet in Basel, Schweiz.

 

 

 

 

 

 

 

 

"Alternierende Dynamik", 2015, Acryl/Leinwand auf Holzkonstrukt, 80 x 108 cm, Credit: Archiv Glattfelder

 

 

"… Was ist Metarationalismus? Analog zum Begriff Metasprache verstehe ich darunter ein Vorgehen, in welchem über die Voraussetzungen und die Beschaffenheit des Rationalismus selbst Aussagen gemacht werden. Ziel ist also nicht mehr das Vorführen rationaler Denkprozesse geometrischer oder mathematischer Herkunft, wie es bisher inder konstruktiv-konkreten Kunst üblich war. Solche Prozesse werden im Metarationalismus vielmehr in Anführungszeichen gesetzt… In ihrer ästhetischen Funktionsweise ist metarationale Kunst vorrangig Konstruktion als visuelle Logik. Und visuelle Logik ist in ihrem Kern nur visuell nachvollziehbar."

Hans Jörg Glattfelder


ISTVÁN HAÁSZ,

lebt und arbeitet in Budapest, Ungarn.

 

 

 

 

 

"Objekt 180216", 2018, Holz/Collage/Acryl, 99 x 95 x 5 cm, Foto: József Rosta / Credit: István Haász

 

 

"Die Geometrie hilft mir als Formensprache, die Welt zu deuten und die innere Gesetzmäßigkeit der Dinge aufzudecken. Mich interessieren die Axiome, die während des Arbeitsprozesses die Möglichkeit und die Richtung der Materialisierung bestimmen. Die Sensibilität der Darstellung, die richtige Auswahl der malerischen Mittel ist eben wegen der geometrischen Ausdrucksweise von ausgesprochen großer Bedeutung. Letztlich gelangt das Bild dadurch zum Einklang, gewinnt so an Stärke. In meinen Arbeiten beschäftigen mich eindeutig die Oberflächen, die Räumlichkeit, die aus der Beziehung der Flächen zueinander entsteht, die Darstellung des Raumes anhand eines ausgewogenen Verhältnisses von kompositorischen und malerischen Mitteln zueinander. Durch Farben steigern sich meine Ausdrucksmöglichkeiten und ein wahrer Fortschritt ist die Integration der Licht-Schatten Wirkung. Innerhalb der Grenzen der Fläche besteht für mich eine Möglichkeit einer Fortbewegung des Raumes aus dem Realen in eine transzendentale Richtung."

István Haász


HASSO VON HENNINGES,

lebt und arbeitet in Nürnberg und auf Lanzarote.

 

 

 

 

 

 

SchwarzWeißRot, 4-teilige Reihe, 2014, Pastellkreide/Bütten/Keilrahmen, je 28 x 28 cm, Credit: Bruno Weiß

 

 

"SchwarzWeißRot

 

Viele Jahre beschäftigte ich mich mit den drei Farben schwarz, weiß und (karmin)rot. Ihr Verhältnis zueinander wurde mit zahlreichen Bildgestaltungen untersucht.

Schwarz, weiß und rot gelten als die älteste und machtvollste Konstellation von Farbe überhaupt. In früheren Zeiten sah man in ihnen die Grundfarben schlechthin und setzte sie mit den Urkräften des Lebens gleich. Ihr Dreiklang wird deshalb auch als „heilige Triade“ bezeichnet.

Für die Gestaltung der 4 kleinen Tafeln in der Ausstellung wurde a priori folgende Regel festgelegt: In einem konstanten Tafelformat sind die Flächen von schwarz und weiß jeweils gleich groß und die Fläche rot stets ein Mehrfaches von beiden. In der 4-teiligen S/W/R Reihe dehnt sich rot von Tafel zu Tafel um einen konstant wachsenden Faktor aus. Auf Tafel 01 beträgt rot das 0,5-fache von schwarz und weiß, auf Tafel 02 das 2,5-fache, auf Tafel 03 das 4,5-fache und auf Tafel 04 das 6,5-fache. In den Tafeln werden schwarz und weiß zunehmend von rot verdrängt – im Grenzfall wäre von beiden nichts mehr zu sehen, rot würde die ganze Formatfläche füllen.

Die Farbe ist weiche Pastellkreide, die mit der Hand in das Papier eingerieben wird und den Oberflächen eine offene und stofflich-sinnliche Textur verleiht. Man möchte geradezu in sie hinein fassen, was allerdings zu ihrer Zerstörung führen würde."

Hasso von Henninges


ROSA M HESSLING, lebt und arbeitet in Zell an der Mosel, Deutschland.

 

 

 

 

 

VOLLLICHT XV, 2018, Pigment/Lack/Alucobond, 60 x 60 cm, Credit: Rosa M Hessling

 

 

"Wie der Klang in der Musik ist Farbe in der Malerei Bote des Lichts; des Lichts, das Begriffe ad absurdum fuhrt, das Gegensätze zusammenfallen lässt, das Bewusstsein ist. Vornehmste Aufgabe der Malerei ist, frei von Konditionierung, Verdichtung zu schaffen, in der dieses Licht scheinen kann. Dessen permanenten Wandel zu erleben, ist das Angebot, das meine Werke machen."

 

Rosa M Hessling, 2019


ANNEKE KLEIN KRANENBARG, lebt und arbeitet in Amersfoort, Niederlande.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Horizontal Vertikal, Kollektionsnummer 326, 1998, Holz/Plexiglas/Faden, 50 x 50 x 4,5 cm, Credit: Edwin Biersteker

 

 

"Durch Schließen der Linien öffnen sich die Formen. Die gerade Linie ist die Basis für geometrische Kunst. In meiner Arbeit bestehen die Linien aus einem Stück Nylonfaden, der zwischen zwei Plexiglasplatten seinen angespannten Weg findet. Mit dem Schließen dieser Linien werden die Formen der Geometrie geöffnet; Rechtecke, Quadrate oder Dreiecke. Einfache Formen, die in einem komplexen Kontext ihre eigene Realität schaffen, eine Realität, die zwischen zwei- und dreidimensionaler Dimension schwankt. In der Arbeit aus der Reihe "horizontal vertikal" sehen wir geschlossene Säulen mit einem diagonalen Ebenenverlauf. Wenn wir jedoch unsere Position ändern, werden die Formen aufgebrochen und die Diagonalität gestärkt."

Anneke Klein Kranenbarg


MANFRED MAKRA, lebt und arbeitet in Wien, Österreich.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

SPAZIO COLORE, 2017, Mischtechnik/Aluplatte, 50 x 50 x 1 cm, Credit: Manfred Makra

"dynamisches gleichgewicht, universelle schönheit und mit bildern einen visuellen ort zu schaffen, dies sind wohl sind die geistigen grundierungen der UNIFIED FIELDS serie. mein bestreben ist es, kunstwerke zu gestalten, wo "die reine idee" vorrangige bedeutung hat. darunter verstehe ich, dass alle hindernisse zwischen idee und bild, zwischen raum und bild und zwischen bild und betrachter ausgeräumt sind."

                                                                        Manfred Makra, Kyoto 2019


DÓRA MAURER, lebt und arbeitet in Budapest, Ungarn.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hidden Structures II.2, Hidden Structures I.3, 1977-79, Frottage/Ingres Papier/Graphit, 51 x 65,5 cm, Credit: Miklós Sulyok

 

 

"Dass man bei der Formulierung eines ersten Eindrucks des Werks von Dora Maurer auf Wahrnehmungsphänomene stösst, hat seine Richtigkeit. Sinneswahrnehmung lässt uns, zwingt uns, primär Veränderung festzustellen. In der Tat gelangen unter den vielen Statements über Dora Maurers Arbeit, darunter auch unter ihren eigenen, kaum andere Begriffe mehr zur Anwendung als solche der Veränderung. Und wenn man sich überdies der Farbe bei Dora Maurer zuwendet, bestätigen das „Nebeneinander, Übereinander, Nacheinander” auch sprachlich ganz deutlich die Priorität der Wahrnehmung in ihrem Werk, sind Wahrnehmung von Bewegung und Veränderung direkt als Schlüssel zu ihrem Werk zu verstehen. Konstruktives Können, konstruktive Übung werden sozusagen als Mittel zum Zweck zur Darstellung von Lebensinhalt eingesetzt."

 

                                                    Eugen Gomringer: Teil der Eröffnungsrede,

                                                    Sommerakademie Plauen, 2007


VERA MOLNAR, lebt und arbeitet in Paris, Frankreich.

 

 

Credo, Blatt aus dem Arbeitszyklus, 1970, Schreibmaschine/Papier, 29,5 x 21 cm, Credit: Sabine Rauchenberger
"C R E D O  (kredo) n.m. (XIIIe; mot lat. "je crois" par lequel commence le symbole des apôtres). * Relig. Symbole des apôtres, contenant les articles fondamentaux de la foi catholique. Dire, chanter le credo. Par ext. Le credo d'une religion. * Par ext. (1771 Principes sur lesquels on fonde son opinion, sa conduite. V. F o i ,  p r i n c i p e , r è g l e. Il nous a exposé son credo politique."
                                                                                            Robert, 1967

HELGA PHILIPP, lebte und arbeitete in Ternitz, Österreich.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

M28 und M29, zweiteilig, ca. 1991, Öl/Leinwand, 60 x 120 cm, Credit: Ines Zajkic

 

 

"bild
beschauer
existenz des bildes
existenz des beschauers
gegenseitige beziehung
beschauer - bild
bild - beschauer
existenz des bildes durch den beschauer
existenz des beschauers durch das bild
bewegung des beschauers gegen das bild
bewegung des bildes mit dem beschauer
gegenbewegung
bild - beschauer
beschauer - bild
einbeziehung des raumes in das bild
bewegung im raum im bild
bewegung im raum und die des beschauers durch das bild
bewegung des bildes durch den beschauer und den raum
veränderung des bildes durch veränderung des lichtes
veränderung des bildes durch veränderung des beschauers
qualität des beschauers
qualität des bildes"                                         

                                                                 Helga Philipp


SABINE RICHTER, lebt und arbeitet in Nürnberg, Deutschland.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

neklanova I, II, 2011, 1/5, Fine Art Print/Aludilite, 70 x 100 cm, Credit: Sabine Richter


"Auf der Suche nach einer fotografischen Schrift, in die sich charakteristische Elemente der Architektur einschreiben, galt mein Interesse während eines artist-in-residence Stipendiums 2011 in Prag den Bauten des tschechischen Kubismus, im Besonderen einem Mietshaus in der Neklanova-Straße, gebaut 1913-1914 von Josef Chochol. Isoliert betrachtet erscheinen die Ausschnitte der Fassade wie skulpturale Gebilde von irritierender Räumlichkeit und materieller Präsenz." 
                                                                                           Sabine Richter

WOLFGANG RITTER, lebt und arbeitet in Wunsiedel, Deutschland.

 

 

 

 

 

 

Ohne Titel 9/2018, Dolerit, 106 x 74 x 16 cm, Credit: Wolfgang Ritter

 

 

"Schnitte öffnen geometrische Grundkörper und erzeugen Leerstellen, fiktives Volumen im Raum. Positiv-Negativ-Formen stehen zueinander in einem Spannungsfeld. Die skulpturale Vorstellung steht im Verbund mit Material und Bearbeitung. Im Arbeitsprozess erfährt das Material Stein eine sinnlich, wahrnehmbare Präsenz. Der Stein ruht in sich und öffnet sich nach außen. Bodenskulptur bedarf des aktiven Betrachters. Wechselnde Standorte schaffen neue Erfahrungen."

                                                                                       Wolfgang Ritter


VERA RÖHM, lebt und arbeitet in Darmstadt, Deutschland, und Paris, Frankreich.

Cluster, 729 Module mit Einschnitten, Überlagerungen 9 x 9 x 9, 2009, Tintenstrahldruck / Büttenpapier, 151 x 151 x 2,6 cm,

Credit: Wolfgang Lukowski


"Als ich 1986 mit dem Werkzyklus Schattenlabyrinth anfing, entstanden zunächst sechs Urformen.
Seit 2008 konnten anhand eines Algorithmen-Programms 770 Einschnitte im Würfelsystem entstehen. In der hier ausgewählten Arbeit ist die Form 0321 sowohl als Körper wie auch als Grundriss in positiver und negativer Form dargestellt. Das installative Nebeneinander ist als Einheit für diese spezifische Arbeit von 2015 zu betrachten.
Sie ist eine Weiterführung der vorangehenden Arbeiten, genauso wie bereits das Cluster von 2009 mit seinen 729 Modulen mit Einschnitten und in der Überlagerung von 9 x 9 x 9 Grundrissen eine Weiterführung der ersten Arbeiten des Schattenlabyrinths von 1986 ist. Das Cluster gehört somit zu einer neuen Gruppe von Werken."
                                                                                             Vera Röhm

REINHARD ROY, lebt und arbeitet in Flörsheim bei Frankfurt, Deutschland.

 

 

 

 

 

 

 

O-2908.1, 2018, Hartfaser/Holz, 135 cm, Credit: István Haász

 

 

"Die analytische Sicht auf meine, in einem Zeitraum von mehr als dreißig Jahren entstandenen Werke im Bereich Malerei und Skulptur (Zeichnungen, Bilder, Collagen, Objekte, Skulpturen, architekturbezogene Projektarbeiten), verdeutlicht gerade in Anbetracht dieses weitgefächert erscheinenden Spektrums, dass der Punkt als Einzelform, das Punktraster, und in naheliegender Folge, Kreis und Ellipse, die Identifikationsmerkmale meines Werks geblieben sind."

                                                                                         Reinhard Roy


FRITZ RUPRECHTER, lebt und arbeitet in Maria Lanzendorf, Österreich.

 

 

O.T. Gelb Grau, 2015, Aquarell/Lack/Hartfaser, 90 x 90 x 5 cm; Credit: Michael Goldgruber

"meine arbeiten sind oft serien mit kleinen abweichungen. ich habe unlängst wieder einmal das gedicht von eugen gomringer:

kein fehler im system
kein efhler im system
kein ehfler im system
kein ehlefr im system
kein ehlerf im system
kein ehleri fm system
kein ehleri mf system
kein ehleri ms fystem
kein ehleri ms yfstem
kein ehleri ms ysftem
kein ehleri ms ystfem
kein ehleri ms ystefm
kein ehleri ms ystemf
fkei nehler im system
kfei nehler im system
keif nehler im system
kein fehler im system

gelesen und mir gedacht: genauso funktionieren meine bild-serien bzw. blid-serien, oder bdil-serien."
                                                                                 Fritz Ruprechter

DIET SAYLER, lebt und arbeitet in Nürnberg, Deutschland.

 

 

 

 

 

 

 

 

Blatt III aus Eugen Gomringer und Diet Sayler: „fünf worte – fünf linien“, Mappenwerk, 10 Blätter, Auflage: 60, 1976, Siebdruck, 50 x 50 cm

Credit: Radu Savulescu

 

 

"Die Schräge erscheint auf dem Übergang vom Mittelalter
zur Renaissance.
Zwischen Statik und Bewegung.
Zwischen dem frontalen und dem seitlichen Blick.
Zwischen Unfehlbarkeit und Individuum.
Sie gibt Sinnlichkeit und Leben dem Barock.
Sie gibt ihm die Bewegung.
Bewegung ist auch Übergang.
Die schräge Sicht macht das Verschwinden möglich.
Aber auch das Auftauchen.
Zwischen dem Sichtbaren und
dem Unsichtbaren.
Zwischen Objektivität und Subjektivität.
Das Binom Horizontal, Vertikal objektiviert.
Die Schräge individualisiert."           
                                                           Diet Sayler


PETER STAECHELIN, lebte und arbeitete in Freiburg, Deutschland.

 

 

 

 

 

 

 

Kalender dunkelgrau, schwarz, magenta hell,

o.J., Acryl/Leinwand, 100 x 100 cm

 

"Meine bildnerischen Untersuchungen beziehen sich seit vielen Jahren zentral auf die Farbe. Sie interessiert mich in all ihren Dimensionen, als autonomes Mittel, als Qualität und Menge, als Information, als Empfindungs- und Ausdruckswert, als räumlicher Ort und so weiter. Farben in ihren Wechselwirkungen werden am deutlichsten sichtbar in einem Nebeneinander geschlossener, exakt begrenzter und homogener Flächen. Das führt mit einiger Zwangsläufigkeit zur Verwendung geometrischer Elementarformen im Bild. Die Flächengliederung, die den Farbuntersuchungen zu Grunde liegen, beruhen seit 1972 auf einem modularen Raster, der unsichtbar hinter den Formensystemen liegt. Es entstehen so einzelne Bilder und auch Bilderreihen. Beim einzelnen Bild interessiert mich, der durch die Farbe modifizierte Ausdruck von Statik, von Ruhe. Faszinierend dabei bleibt die Unberechenbarkeit der Farbe, die Tatsache, daß sie nie ganz rational erfassbar wird, daß sie immer wieder zu gefühlsmäßigen Entscheidungen zwingt; faszinierend auch der große Reichtum an Farbnuancen, die vielen möglichen Mischungen, die so unterschiedlich in ihrem Charakter sein können. Sie vermitteln damit auch die unterschiedlichsten Botschaften."

                      

                                                                                 Peter Staechelin, 1986


JENS VELLING-SCHÜRMANN, lebt und arbeitet in Nürnberg, Deutschland.

 

 

 

 

 

Langwasser: Die Farben von 180 Fenstern, 1/12, 2015, C-Print/Aludibond, 131 x 95 cm; Credit: Jens Velling-Schürmann

 

 

"Mein Thema ist die Zeit. Ich zeige nicht den Gegenstand, sondern ich zeige, was mit ihm geschieht."
                                                                              Jens Velling-Schürmann

GÜNTER WALTER, lebt und arbeitet in Freiburg, Deutschland.

Gelb-Grün-Blau, 23.11.16, 2016, Farbstift/Karton, 70 x 100 cm;

Credit: Günter Walter


"Die Begegnung mit etwas an sich Einfachem, das in meiner Wahrnehmung mit Unterstützung des Lichts zu etwas Besonderem wird, ergibt die Ausgangssituation für meine Zeichnungen. Hinzu kommen Gedanken, Gefühle und Empfindungen, die die Idee eines Bildes entstehen lassen. Mit Hilfe von Linie und Farbe wird dieses sichtbar. Einfachheit und Klarheit sind dabei wichtig. Es geht um Ruhe und Bewegung. Die Arbeit entwickelt sich Schritt für Schritt nach einem objektiv ausgerichteten Konzept, das in einem Spannungsverhältnis zu den subjektiven, nicht kontrollierbaren Anteilen der Handzeichnung steht. Die Farbigkeit der Zeichnung ändert sich mit der Distanz des Betrachters."
                                                                                          Günter Walter

EUGEN GOMRINGER, lebt und arbeitet in Rehau, Deutschland.


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

das schwarze geheimnis, 1961/2016, Leinwand/Serigrafie,

100 x 100 x 4,5 cm


"Konstellationen zu bilden aus der Begegnung mit der Umwelt – Umwelt gleich Außenwelt und Innenwelt – mit den Mitteln der Kunst bzw. der Sprache bedeutet für mich, Beziehungen herzustellen zwischen einigen Dingen, ihre Existenz zu erkennen, ihre Eigenart hervorzuheben. Es ist sehr befriedigend, wenn es gelingt, Fragmente herzustellen, die dem Ganzen, das im Moment die Welt ist, entnommen sind. Es orientiert, gibt Festigkeit. Gibt letztendlich dem Dasein Sinn."
                                                                              Eugen Gomringer, 2010

 

Medienberichte zur Ausstellung GOMRINGER!

Ausstellungsbericht GOMRINGER! / WEIHS von Kulturredakteurin BEATE WITTMANN, ORF STEIERMARK nachzusehen/-hören bis 11.4.2019 auf https://tvthek.orf.at/profile/Steiermark-heute/70020/Steiermark-heute/14009658

 

 

Ausstellungsbericht von MICHAELA REICHART in der Kronenzeitung vom 31.3.2019


Ausstellungsbericht von MICHAEL TSCHIDA in der Kleinen Zeitung vom 16.3.2019


Ausstellungsbericht auf ORF Steiermark


GOMRINGER!

 

Diese erste Großausstellung im Museum der Wahrnehmung MUWA zu Ehren EUGEN GOMRINGERS - im Vorfeld seines 95. Geburtstages im Januar 2020 - zeigt Arbeiten von 27 KünstlerInnen, die sich in ihrem Schaffen der konstruktiven Kunst verbunden fühlen, zum überwiegenden Teil seit vielen Jahren mit EUGEN GOMRINGER in Verbindung stehen und seinen wohlwollenden Zuspruch erfahren und bereits einmal im MUWA ausgestellt haben. Ebenso ist auch die freundschaftliche Beziehung EUGEN GOMRINGERS zum MUWA eine über viele Jahre gewachsene, hat er doch mehrere Einführungen zu Ausstellungen gehalten und wird gleichermaßen hoch geschätzt von den KünstlerInnen, dem Publikum und dem MUWA-Team. 

 

Siegfried AMTMANN, Dieter BALZER, Hellmut BRUCH, John CARTER, Tony CRAGG, Inge DICK, Rita ERNST, Gerhard FRÖMEL, Felicitas GERSTNER, Hans Jörg GLATTFELDER, István HAÁSZ, Hasso VON HENNINGES, Rosa M. HESSLING, Anneke KLEIN KRANENBARG, Manfred MAKRA, Dóra MAURER, Vera MOLNAR, Helga PHILIPP, Sabine RICHTER, Wolfgang RITTER, Vera RÖHM, Reinhard ROY, Fritz RUPRECHTER, Diet SAYLER, Peter STAECHELIN, Jens VELLING-SCHÜRMANN, Günter WALTER

 

Die Ausstellung hebt EUGEN GOMRINGERS Bedeutung im Kontext seines wichtigen literarischen Schaffens und seiner Arbeit zum bildnerischen Konstruktivismus hervor und verweist zugleich einmal mehr auf den besonderen Ort des Museums der Wahrnehmung zur Präsentation konkreter, konstruktiver Kunst sowohl von etablierten als auch von jungen KünstlerInnen.

 

 

GOMRINGER!

 

This first huge exhibition - a tribute to EUGEN GOMRINGER in the Museum of Perception in the run-up to his 95th birthday in January 2020 - presents works of 27 artists belonging to constructive art. Most of them are in connection with EUGEN GOMRINGER since many years receiving his complaisant encouragement and all artists already had an exhibition in the MUWA. Just as the friendly contact between EUGEN GOMRINGER and the MUWA was developed since many years as he gave several opening speeches for exhibitions he is highly appreciated by the artists, the public and the MUWA-team.

 

Siegfried AMTMANN, Dieter BALZER, Hellmut BRUCH, John CARTER, Tony CRAGG, Inge DICK, Rita ERNST, Gerhard FRÖMEL, Felicitas GERSTNER, Hans Jörg GLATTFELDER, István HAÁSZ, Hasso VON HENNINGES, Rosa M. HESSLING, Anneke KLEIN KRANENBARG, Manfred MAKRA, Dóra MAURER, Vera MOLNAR, Helga PHILIPP, Sabine RICHTER, Wolfgang RITTER, Vera RÖHM, Reinhard ROY, Fritz RUPRECHTER, Diet SAYLER, Peter STAECHELIN, Jens VELLING-SCHÜRMANN, Günter WALTER

 

The exhibition emphasizes the significance of EUGEN GOMRINGER in the context of his important literary creation and his constructive art work and refers at the same time once more to the particular space of the Museum of Perception for presentation of concrete, constructive art of established as well as young artists.

 

 

 

EUGEN GOMRINGER, geboren am 20. Januar 1925 in Cachuela Esperanza, Bolivien, als Sohn einer Bolivianerin und eines Schweizers, gilt E als Vater der Konkreten Poesie. Er studiert von 1944 bis 1952 Nationalökonomie und Kunstgeschichte in Bern und Rom, wo er erstmals konkreter Kunst begegnet. 1953 erscheint die erste Gedichtsammlung der Konkreten Poesie konstellationen constellations constelaciones. Von 1954 bis 1957 arbeitet GOMRINGER als Sekretär von Max Bill an der Hochschule für Gestaltung in Ulm und von 1961 bis 1967 als Geschäftsführer des Schweizer Werkbundes (SWB) in Zürich. Von 1967 bis 1985 leitet er den Kulturbeirat der Rosenthal AG in Selb. Seit 1971 ist GOMRINGER Mitglied der Berliner Akademie der Künste und unternimmt mehrere Vortragsreisen durch Südamerika, die USA und nach Zaire. Als Professor für Theorie der Ästhetik lehrt er von 1977 bis 1990 an der Staatlichen Kunstakademie in Düsseldorf und übernimmt 1988 als erster die Intendanz des Internationalen Forums für Gestaltung Ulm. Von 1988 bis 1994 unternimmt er längere Vorlesungsaufenthalte in den USA und in Südamerika. Seine umfangreiche Sammlung konkreter Kunst und Poesie bildet den Grundstock des 1992 eröffneten Museums für Konkrete Kunst in Ingolstadt. 1995 wird GOMRINGER zum Honorarprofessor für Ästhetik durch Prof. Meyer, Freistaat Sachsen, bestellt und 1997 wird er mit dem Kulturpreis der Stadt Rehau ausgezeichnet. 2000 gründet er das Institut für Konstruktive Kunst und Konkrete Poesie (IKKP) an seinem langjährigen Wohnort, dem oberfränkischen Rehau. Im Jahr 2008 wird er für seine Verdienste mit dem Bayerischen Verdienstorden ausgezeichnet. GOMRINGER kuratiert zahlreiche Ausstellungen, hält Eröffnungsreden und Vorlesungen und veröffentlicht viele Publikationen. 2011 erhält er den Alice-Salomon-Poetikpreis in Berlin.

 

Die Ausstellung wird von einem WORKSHOP-PROGRAMM für Gruppen von SchülerInnen, Studierenden und Erwachsenen sowie einem dichten VERANSTALTUNGSPROGRAMM (z. B. Vorträge, Workshops) begleitet werden.

 

http://www.agomringerz.de/