GOMRINGER!

 

27 Künstler_innen stellen zu Ehren PROF. EUGEN GOMRINGERS aus - anlässlich seines 95. Geburtstages im kommenden Jahr 2020!

 

 

Eröffnung: 15. 3. 2019, 19:30 Uhr

Begrüßung: Gemeinderätin ELISABETH POTZINGER in Vertretung von Bgm. Mag. SIEGFRIED NAGL und Kulturstadtrat Dr. GÜNTER RIEGLER

Lesung: Prof. EUGEN GOMRINGER

Musikprogramm: RICARDA BAUBKUS, Campanula

Ausstellung: 16. 3. - 30. 8. 2019, Mittwoch bis Monta, 13:00 bis 17:30 Uhr


HINTER DIE KULISSEN GESCHAUT -

Ein Ausstellungsrundgang mit der Kuratorin

SABINE RICHTER

Freitag, 31. Mai 2019, 18:00 Uhr, Museum der Wahrnehmung MUWA

>>> Eintritt frei!

 

Wie entsteht eine Ausstellung? Wie können unterschiedliche Kunstwerke gemeinsam präsentiert werden? Was entsteht im Dialog zwischen dem Werk und dem/r Betrachter_in? 

 

Solche Fragen stehen im Mittelpunkt einer Führung mit der aus Nürnberg stammenden Künstlerin, Kuratorin und Hochschuldozentin Dr.in Sabine Richter, die gemeinsam mit dem Team des MUWA* die Ausstellung Gomringer! entwickelt und kuratiert hat.

Mehr dazu!


Interview von MICHAEL TSCHIDA mit EUGEN GOMRINGER

Kleine Zeitung, 17. April 2019

 

Fotos der Ausstellungseröffnung

 

Die Künstler_innen:

Siegfried AMTMANN, Dieter BALZER, Hellmut BRUCH, John CARTER, Tony CRAGG, Inge DICK, Rita ERNST, Gerhard FRÖMEL, Felicitas GERSTNER, Hans Jörg GLATTFELDER, István HAÁSZ, Hasso VON HENNINGES, Rosa M. HESSLING, Anneke KLEIN KRANENBARG, Manfred MAKRA, Dóra MAURER, Vera MOLNAR, Helga PHILIPP, Sabine RICHTER, Wolfgang RITTER, Vera RÖHM, Reinhard ROY, Fritz RUPRECHTER, Diet SAYLER, Peter STAECHELIN, Jens VELLING-SCHÜRMANN, Günter WALTER


Die Künstler_innen im Einzelporträt

Wöchentlich werden zwei Künstler_innen im Einzelporträt vorgestellt mit ihren Arbeiten und Statements

 

Siegfried Amtmann,

lebt und arbeitet in Graz und Köflach

 

 

 

 

 

 

 

 

Lightlines 4, 2011, 73,5x51,5x7,5 cm, Acrylglas/Kunstfaser/Holz/POM

"es sind dies durch seherfahrung oder durch kontemplation erzeugte gedankenkonstrukte, die im WERKEN zu formen werden und sich zu bildganzheiten verdichten, in denen transparenz, licht-kanten und glanz WIRKEN und zur erscheinung bringen, dass die welt in bewegung ist." 
                                                                                      Siegfried Amtmann

Dieter Balzer,

lebt und arbeitet in Berlin

"Xix", 2019, 19-123, 90x90x7 cm, "DJ-resex", 2019, 80x25x15 cm, beide MDF/Folie
"Umordnung
Dieter Balzer spricht nicht von Bildern und Skulpturen, wenn er über die Resultate seiner Arbeit redet, sondern eher von Konstruktionen, von genau geplanten Architekturen, die von zwei wesentlichen Aspekten getragen werden: von der akribischen Lust an der Genauigkeit eines in vielen Varianten schließlich vorliegenden Entwurfs und einer ebensolchen Genauigkeit in der Farbwahl.
Die eingeschränkte Subjektivität industrieller Farbfolien einerseits und nach dem menschlichen Maß eingeschränkte Konstruktionsweise von Architektur andererseits schaffen Gegensatz, Spannung, gegenseitiges Aufheben von Räumlichkeit, von Geborgenheit im Raum, von Symmetrie und Ebenmaß. Dieter Balzer spricht in einem Interview mit Annegret Labs und Ulrich Gellner vom „…Kippen. Die perfekte Symmetrie, was man vielleicht als die höchste Form der Ordnung bezeichnen kann, wird man nicht finden in meiner Arbeit.“

Seine Freude an der Rekonstruktion illustriert Dieter Balzer am Donald Judd’schen „…Kastenmodell, da schneide ich rein, verändere die Proportionen und setze mich auseinander. So ergab sich für mich schnell die Idee Farbfolien zu nehmen, wobei die Tradition noch weiter zurückgeht, sie geht sicher auf Josef Albers zurück, der die reinen Farben aus der Tube verwendet hat“…

Dieter Balzer zählt zu den Künstlern der neuen Generation, die das Repertoire der konstruktiv-konkreten Kunst umordnet und neue Zusammenhänge herstellt, die Verbindungen und Ähnlichkeiten zu Kreis, Dreieck und Viereck erweitern. Dynamik, Raumverwandtschaften, mehrdimensionale, berechenbare Raumqualitäten zeichnen diese Konstruktionen aus. Dabei gelingt Dieter Balzer eine Konstellation von Räumen, die bunt, verrückt und zugleich einmalig zeitgemäß, bewunderungswürdig aktuell und von ihrer künstlerischen Konzeption her Bestand und Vergnügen beweist."
                                                                                              Werner Wolf 

Hellmut Bruch,

lebt und arbeitet in Hall in Tirol

 

 

 

 

 

 

 

Unterbrochene Kontinuität, 2017, oranges, fluoreszierendes Acrylglas, ⊘ 62 100x100x0,3 cm 

 

 

"Bei meinen Arbeiten beziehe ich mich auf die Realität des Immateriellen. Licht und Naturgesetze sind seit vielen Jahren zentrale Themen meiner Arbeit, die keine reduzierten Abbildungen oder Abstraktionen des Sichtbaren sind, sondern jenen Voraussetzungen folgen, die der materiellen Welt Gestalt geben und sie prägen. Meine 'Offenen Formen' und 'Progressionen' gründen auf diesen universalen Konstanten und richten den Blick auf die Unendlichkeit."

                                                                                             Hellmut Bruch


John Carter,

lebt und arbeitet in London

 

 

 

 

Superimposed Elements: Parallelogram 1990, Acrylfarbe und Marrmorpuder auf Sperrholz, 50 x 55.5 x 10 cm / Credit: John Riddy

 

 

"In meiner Arbeit strebe ich nach einem Dialog zwischen Malerei und Skulptur. Über die Jahre habe ich eigentlich nur wenige wirklich dreidimensionale Objekte geschaffen, denn ich konzentriere meine Überlegungen auf sogenannte „Wand-Objekte“. Diese „Objekte“ halten viele Charakteristiken von Gemälden inne: Sie sind flach, ihre Oberflächen sind in verschiedene Bereiche aufgeteilt und manchmal verwende ich Farbe. Gleichzeitig haben sie aber auch skulpturale Eigenschaften, beschrieben durch körperliche Masse und oftmals nicht rechtwinklige Konturen. Darüber hinaus sind längliche, die Oberfläche durchdringende Schlitze und Öffnungen sehr typisch für diese Arbeiten. Außerdem unterstreicht Marmorpuder, das ich seit 1985 auf den Oberflächen einsetze, den skulpturalen Aspekt meines Werkes."

                                                                                              John Carter


Anthony Cragg,

lebt und arbeitet in Wuppertal in Deutschland

 

 

 

 

 

Living Rooms #01 (Detail), 2000, Druckgrafik, 41x50 cm, Auflage: 35 (Credit: Michael Richter)

 

 

"Die Papierarbeiten ‚Living Rooms‘ beschäftigen sich, wie viele meiner Arbeiten, mit dem Unterschied zwischen dem wahrnehmbaren Alltag und den darunter liegenden verborgenen Strukturen und Energien."

                                                                                            Anthony Cragg


Inge Dick,

lebt und arbeitet in Innerschwand am Mondsee

 

 

 

 

 

 

 

 

 

sommer licht weiss, 2013/44, 30.6./1.7.2013 - 20:31:57 - 06:46:26, Fujicolor Crystal Archive auf Aluminium, Acrylglas, 120 x 120 cm

 

 

"Die Arbeit zeigt, wie sich das Tageslicht während eines oder mehrerer Tage auf einer weißen Fläche verändert. Ausgeführt wurde die Arbeit durch Aufnahmen des Lichtes mit einer digitalen Filmkamera, ohne Veränderung der Einstellungswerte und mit laufendem Time Code in einem weißen Raum. Aus dem Film wurden markante Schritte der Farbveränderung als Stills herausgenommen und zu Bildern zusammengesetzt. Das Überraschende: die unterschiedliche Wahrnehmung der Farben durch das Auge bzw. jener der Kamera. Das Auge adaptiert, die Kamera nicht. Somit entsteht eine Dokumentation der Vielfalt bzw. der Intensität der Farben des Lichtes."

 

                                                                                               Inge Dick


 

Medienberichte zur Ausstellung GOMRINGER!

Ausstellungsbericht GOMRINGER! / WEIHS von Kulturredakteurin BEATE WITTMANN, ORF STEIERMARK nachzusehen/-hören bis 11.4.2019 auf https://tvthek.orf.at/profile/Steiermark-heute/70020/Steiermark-heute/14009658

 

 

Ausstellungsbericht von MICHAELA REICHART in der Kronenzeitung vom 31.3.2019


Ausstellungsbericht von MICHAEL TSCHIDA in der Kleinen Zeitung vom 16.3.2019


Ausstellungsbericht auf ORF Steiermark


GOMRINGER!

 

Diese erste Großausstellung im Museum der Wahrnehmung MUWA zu Ehren EUGEN GOMRINGERS - im Vorfeld seines 95. Geburtstages im Januar 2020 - zeigt Arbeiten von 27 KünstlerInnen, die sich in ihrem Schaffen der konstruktiven Kunst verbunden fühlen, zum überwiegenden Teil seit vielen Jahren mit EUGEN GOMRINGER in Verbindung stehen und seinen wohlwollenden Zuspruch erfahren und bereits einmal im MUWA ausgestellt haben. Ebenso ist auch die freundschaftliche Beziehung EUGEN GOMRINGERS zum MUWA eine über viele Jahre gewachsene, hat er doch mehrere Einführungen zu Ausstellungen gehalten und wird gleichermaßen hoch geschätzt von den KünstlerInnen, dem Publikum und dem MUWA-Team. 

 

Siegfried AMTMANN, Dieter BALZER, Hellmut BRUCH, John CARTER, Tony CRAGG, Inge DICK, Rita ERNST, Gerhard FRÖMEL, Felicitas GERSTNER, Hans Jörg GLATTFELDER, István HAÁSZ, Hasso VON HENNINGES, Rosa M. HESSLING, Anneke KLEIN KRANENBARG, Manfred MAKRA, Dóra MAURER, Vera MOLNAR, Helga PHILIPP, Sabine RICHTER, Wolfgang RITTER, Vera RÖHM, Reinhard ROY, Fritz RUPRECHTER, Diet SAYLER, Peter STAECHELIN, Jens VELLING-SCHÜRMANN, Günter WALTER

 

Die Ausstellung hebt EUGEN GOMRINGERS Bedeutung im Kontext seines wichtigen literarischen Schaffens und seiner Arbeit zum bildnerischen Konstruktivismus hervor und verweist zugleich einmal mehr auf den besonderen Ort des Museums der Wahrnehmung zur Präsentation konkreter, konstruktiver Kunst sowohl von etablierten als auch von jungen KünstlerInnen.

 

 

GOMRINGER!

 

This first huge exhibition - a tribute to EUGEN GOMRINGER in the Museum of Perception in the run-up to his 95th birthday in January 2020 - presents works of 27 artists belonging to constructive art. Most of them are in connection with EUGEN GOMRINGER since many years receiving his complaisant encouragement and all artists already had an exhibition in the MUWA. Just as the friendly contact between EUGEN GOMRINGER and the MUWA was developed since many years as he gave several opening speeches for exhibitions he is highly appreciated by the artists, the public and the MUWA-team.

 

Siegfried AMTMANN, Dieter BALZER, Hellmut BRUCH, John CARTER, Tony CRAGG, Inge DICK, Rita ERNST, Gerhard FRÖMEL, Felicitas GERSTNER, Hans Jörg GLATTFELDER, István HAÁSZ, Hasso VON HENNINGES, Rosa M. HESSLING, Anneke KLEIN KRANENBARG, Manfred MAKRA, Dóra MAURER, Vera MOLNAR, Helga PHILIPP, Sabine RICHTER, Wolfgang RITTER, Vera RÖHM, Reinhard ROY, Fritz RUPRECHTER, Diet SAYLER, Peter STAECHELIN, Jens VELLING-SCHÜRMANN, Günter WALTER

 

The exhibition emphasizes the significance of EUGEN GOMRINGER in the context of his important literary creation and his constructive art work and refers at the same time once more to the particular space of the Museum of Perception for presentation of concrete, constructive art of established as well as young artists.

 

 

 

EUGEN GOMRINGER, geboren am 20. Januar 1925 in Cachuela Esperanza, Bolivien, als Sohn einer Bolivianerin und eines Schweizers, gilt E als Vater der Konkreten Poesie. Er studiert von 1944 bis 1952 Nationalökonomie und Kunstgeschichte in Bern und Rom, wo er erstmals konkreter Kunst begegnet. 1953 erscheint die erste Gedichtsammlung der Konkreten Poesie konstellationen constellations constelaciones. Von 1954 bis 1957 arbeitet GOMRINGER als Sekretär von Max Bill an der Hochschule für Gestaltung in Ulm und von 1961 bis 1967 als Geschäftsführer des Schweizer Werkbundes (SWB) in Zürich. Von 1967 bis 1985 leitet er den Kulturbeirat der Rosenthal AG in Selb. Seit 1971 ist GOMRINGER Mitglied der Berliner Akademie der Künste und unternimmt mehrere Vortragsreisen durch Südamerika, die USA und nach Zaire. Als Professor für Theorie der Ästhetik lehrt er von 1977 bis 1990 an der Staatlichen Kunstakademie in Düsseldorf und übernimmt 1988 als erster die Intendanz des Internationalen Forums für Gestaltung Ulm. Von 1988 bis 1994 unternimmt er längere Vorlesungsaufenthalte in den USA und in Südamerika. Seine umfangreiche Sammlung konkreter Kunst und Poesie bildet den Grundstock des 1992 eröffneten Museums für Konkrete Kunst in Ingolstadt. 1995 wird GOMRINGER zum Honorarprofessor für Ästhetik durch Prof. Meyer, Freistaat Sachsen, bestellt und 1997 wird er mit dem Kulturpreis der Stadt Rehau ausgezeichnet. 2000 gründet er das Institut für Konstruktive Kunst und Konkrete Poesie (IKKP) an seinem langjährigen Wohnort, dem oberfränkischen Rehau. Im Jahr 2008 wird er für seine Verdienste mit dem Bayerischen Verdienstorden ausgezeichnet. GOMRINGER kuratiert zahlreiche Ausstellungen, hält Eröffnungsreden und Vorlesungen und veröffentlicht viele Publikationen. 2011 erhält er den Alice-Salomon-Poetikpreis in Berlin.

 

Die Ausstellung wird von einem WORKSHOP-PROGRAMM für Gruppen von SchülerInnen, Studierenden und Erwachsenen sowie einem dichten VERANSTALTUNGSPROGRAMM (z. B. Vorträge, Workshops) begleitet werden.

 

http://www.agomringerz.de/