Die Musikerin und Komponistin ELISABETH HARNIK entwickelt im Kulturjahr 2020 den

HUMMING ROOM gemeinsam mit der Akustikerin JAMILLA BALINT und der Architektin MILENA STAVRIC vor dem MUWA

 

 

Die Installation wurde am 24.7.2020 virtuell eröffnet! 

The installation was virtuelly opened on 24.07.2020!

 

>>> save the date: Mittwoch, 16.9.2020, 18.00 Uhr KLANGPERFORMANCE

‘FEED THE BEES’ (Uraufführung) für Oboe, Hümmelchen und Klanginstallation

Komposition: ELISABETH HARNIK
Ausführende: EWA LOVRENOVIC, Oboe, GEORG GREIL, Dudelsack (Hümmelchen)
Begrüßung: Frauen- und Umweltstadträtin JUDITH SCHWENTNER

ORF Steiermark Kulturredakteurin BEATE WITTMANN hat einen TV-Beitrag über den HUMMING ROOM gestaltet, der am 1.9.2020 in Steiermark Heute ausgestrahlt wurde. Den schriftlichen Bericht mit Fotos kann man nachlesen/-sehen auf https://steiermark.orf.at/magazin/stories/3064945/


Es gibt auf der facebook-Seite des Kulturjahres einen kurzen Film des Kulturjahr 2020-Teams zum HUMMING ROOM!

 

HANNAH PANSINGER, Ortweinschule, hat im Rahmen ihres Praktikums bei MILENA STAVRIC am Institut für Architektur und Medien IAM ein Video zum HUMMING ROOM gestaltet!

 

 

Der HUMMING ROOM vor dem MUWA verändert sich - in KW 35 und 36 kann die Phase III wahrgenommen werden!  

 

Die von MILENA STAVRIC entwickelte Waben-Architektur aus sechs beweglichen Wandelementen verändert alle zwei Wochen ihre Position - nach einer Choreografie von ELISABETH HARNIK und damit verändert sich ebenfalls der Klang: Aus der Wabenarchitektur ertönt über Lautsprecher eingespieltes Bienensummen, Aufnahmen der Akustikerin JAMILLA BALINT, die sie im Inneren sowie an den Fluglöchern eines Bienenstocks aufgenommen hat. Aufgrund der Geräusche des öffentlichen Raumes des Augartens entsteht ein sich kontinuierlich verändernder Klangteppich aus Bienensummen, menschlichen Stimmen, Motoren-Geräuschen, Hundebellen, Regen, etc. Immer wieder hinhören, sich auf das Hören einlassen, lohnt sich! Wer möchte, probiert den HUMMING BOOTH im MUWA-Foyer aus: Eine Kuppel aus schallschluckendem Material, mit eingebauten Lautsprechern ermöglicht ein intensives Hören der eingespielten Geräusche, nahezu ohne Umgebungsklang. 

 


 

ELISABETH HARNIK lädt alle Besucher*innen des HUMMING ROOM ein, sich inspirieren zu lassen von der Wahrnehmungsinstallation und Fotos oder kurze Videos - Kunstakzente - an 2020hummingroom@gmail.com zu schicken!

HUMMING ROOM vor dem MUWA 

HUMMING BOOTH im MUWA

HÖRST DU SCHON?

 

Der HUMMING ROOM vor dem MUWA verändert sich auch architektonisch! Nach einer Choreografie von ELISABETH HARNIK wechseln die von MILENA STAVRIC konzipierten, umbaubaren Wabenelemente ihre Position, was den Klang der von JAMILLA BALINT durchgeführten und mittels Tonanlage eingespielten Feldaufnahmen aus Grazer Bienenstöcken verändert.


>>> NEU: Im Museum der Wahrnehmung MUWA können Sie die Aufnahmen des Bienenstock-Innern und der Bienenstock-Fluglöcher in einer Klangkuppel - dem HUMMING BOOTH - intensiv und nahezu ohne Nebengeräusche nachhören. https://www.facebook.com/werner.wolf.397

 

Lassen Sie sich ein auf unterschiedliche Hörwahrnehmungen!


Einen ausführlichen Bericht mit einem kurzen Video über den HUMMING ROOM hat LUDMILLA REISINGER online auf den Seiten der Kleinen Zeitung erstellt: https://www.kleinezeitung.at/…/Klanginstallation_Bienensumm…

 

HUMMING ROOM - demnächst in einem ORF Steiermark Heute Beitrag von Kulturredakteurin BEATE WITTMANN

 

Der HUMMING ROOM ist eine begehbare Wahrnehmungsinstallation mit eingespielten Bienensumm-Klängen direkt vor dem Museum der Wahrnehmung MUWA. Das Klangkunstprojekt wurde von der Komponistin und Musikerin ELISABETH HARNIK für das Graz Kulturjahr 2020 konzipiert und gemeinsam mit der Akustikerin JAMILLA BALINT vom Institut für Signalverarbeitung und Sprachkommunikation an der TU Graz und der Architektin MILENA STAVRIC vom Institut für Architektur und Medien an der TU Graz realisiert.

 

ORF Steiermark Kulturredakteurin BEATE WITTMANN hat mit ihren Kollegen für einen Beitrag in Steiermark Heute mit der Akustikerin DIin JAMILLA BALINT gesprochen und Filmaufnahmen des HUMMING ROOM gemacht, Wir informieren Sie über die Ausstrahlung des Beitrags!

Unser Tipp: Einfach vorbeikommen, verweilen und wahrnehmen! Wer möchte, schaut im MUWA vorbei und probiert den HUMMING BOOTH aus - Bienensummklänge in einer Kuppel aus schallschluckendem Material hören!


 

Was das Grazer Kulturjahr 2020 derzeit noch bietet, finden Sie im Bericht von MICHAELA REICHART in der Kronenzeitung vom 5.8.2020!


Im Rahmen des Kulturjahr Graz 2020 entwickelt die Klangkünstlerin ELISABETH HARNIK in Zusammenarbeit mit der Akustikerin JAMILLA BALINT und der Architektin MILENA STAVRIC ein poetisch-sinnliches Klangkunstprojekt zum Thema Natur-Erleben im urbanen Raum und Bienensterben von Mai bis Oktober 2020. Der HUMMING ROOM ist eine begehbare, räumlich-dynamische Konstruktion in Wabenform mit sechs beweglichen, konfigurierbaren Wandelementen, der mit Bienensummen bespielt wird. Ziel des Projektes ist die Vermittlung zwischen naturräumlichen Gegebenheiten, Bevölkerung, Wissenschaft und Klangkunst. Die Rezipient_innen können in einem bestimmten Rahmen frei agieren, die Installation wiederholt begehen und verlassen. Diese Brücke von realer (Klang-)Architektur und virtuellen Hörimpulsen stellt die unmittelbare Umgebung, Räume sowie Zwischenräume in einen Kontext. Die Grenze zwischen urbanen Klängen und Bienensummen verwischt und das Raum-Zeit-Kontinuum soll für einen Moment wie eine unendliche Klanginstallation erscheinen, geformt durch die umgebende Architektur. Nach der letzten Projektphase soll die Wabenstruktur aufgebrochen und sechs einzelne Klangskulpturen sollen im Grazer Raum verteilt und langfristig in Insektenhotels überführt werden.

Die Idee

Am Beginn steht die Künstlerin ELISABETH HARNIK, die das Projekt initiiert und in der ersten Besprechung von der Erfahrung erzählt hat, die sie zum "Humming Room" inspiriert und welche sie verschriftlicht hat: „Die Idee zum 'Humming Room' geht zurück auf eine akustisch-sinnliche Erfahrung während einer spätsommerlichen Wanderung im knorrigen Steineichenwald des Osoršćica-Gebirgszugs auf der Insel Lošinj in Kroatien. Den alten, steingesäumten Maultierwegen entlang des Karstrückens folgend kam ich zum verlassenen Dorf Tržić. Es duftete mild nach wilden Kräutern wie Salbei und Thymian und die verfallenen Steinhäuser mit vereinzelten Mauerresten strahlten eine tiefe und zeitlose Ruhe aus. Plötzlich schmiegte sich ein angenehmer durchgehender Klang an mein Ohr, den ich nicht zuordnen konnte. Intuitiv folgte ich dem sanften Klang, näherte mich einer der Steinhausruinen und die Intensität des Klanges wurde merklich stärker. Der Klang führte mich weiter zu einem Raum ohne Decke, dessen verbliebene Steinmauern seine ursprüngliche Funktion nur erahnen ließen. Ich konnte wahrnehmen wie der Klang die Mauersteine umhüllte und diese alten Wände wiederum schienen ihn zu verstärken, was ich durch ein sanftes Vibrieren in meinem Körper spüren konnte. Erst als ich nach oben in den offenen blauen Himmel blickte, bemerkte ich, dass die Mauern mit sattem grünem Efeu bewachsen, und die feinen Blüten über und über voll mit Bienen waren, deren Summklang mich mit Wärme und Wohlgefühl erfüllte. Diese ganzheitliche Hörwahrnehmung begleitete mich seitdem und entwickelte sich in meiner Imagination weiter zur Klanginstallation 'Humming Room', welche als Brücke von realer (Klang) Architektur und virtuellen Hörimpulsen das Alltagsohr aufhorchen lässt und dazu einlädt, die (Zwischen) Räume sowie die unmittelbare Umgebung mit dem ganzen Körper lauschend zu erkunden.“ (Elisabeth Harnik)

 

ELISABETH HARNIK, 1970 in Graz geboren,  studierte zunächst klassisches Klavier. Später folgte das Kompositionsstudium bei Beat Furrer an der Kunstuniversität Graz. Ihre kompositorischen Aktivitäten führen zu Aufträgen und Aufführungen ihrer Werke in Österreich und darüber hinaus etwa beim Musikprotokoll Graz, beim Festival 4020 Linz, bei den Klangspuren Schwaz, beim Komponistenforum Mittersill, bei Wien Modern, beim Transart Festival Bozen, im Rahmen der Münchner Opern-Festspiele, des Wiener Mozartjahrs, des Haydn Jahrs, der Tage Neuer Musik Graz, der Landgänge Freistadt, des EarFests Duisburg, des Soundings Festivals London,  des Moving Sounds Festivals New York oder am Grazer Opernhaus. Als Improvisationsmusikerin ist sie seit 1996 solo und in Ensembles mit exponierten Vertreter_innen des zeitgenössischen Jazz weltweit auf Festivals zu hören. CD-Veröffentlichungen dokumentieren ihre kompositorische und pianistische Tätigkeit, 2019 erschien eine Portrait CD mit Werken von Elisabeth Harnik in der ORF »Edition Zeitton«. Sie erhielt zahlreiche Stipendien und Auszeichnungen, zuletzt war sie Preisträgerin des SKE Publicity Awards.

Weitere Informationen unter: www.elisabeth-harnik.at