Kunstausstellung

GÜNTER WALTER "Parallelen"

 

 

 

 

 

Die offzielle Eröffnung der Galerientage von aktuelle kunst in graz fand heuer am 5. Mai im MUWA statt!

Im Rahmen der Eröffnung der Galerientage sprachen die Organisatorin TANJA GASSLER sowie Kulturstadtrat Dr. GÜNTER RIEGLER

Informationen zum gesamten Programm der Galerientage unter www.aktuellekunst-graz.at!

 

Fotos: aktuelle kunst in graz


ORF STEIERMARK MEDIENBERICHT

ORF-Kulturredakteurin Alina Samonig, Künstler Günter Walter, Tanja Gassler, Kameramann Ernst Hasiba

 

ORF KULTUR STEIERMARK HEUTE

ALINA SAMONIG berichtet über die Galerientage von aktuelle kunst in graz am 6.5.2017

 

TANJA GASSLER: „Die Galerientage wollen an einem Wochenende wirklich gebündelt zeigen, was es an zeitgenössicher bildender Kunstproduktion in Graz gibt. Wir haben 27 Galerien und Institutionen dabei, die sehr vielfältige und unterschiedliche Zugänge zur bildenden Kunst präsentieren.“

 

Geradlinig präsentiert sich das Museum der Wahrnehmung mit Strichzeichnungen aus Bleistift- oder Buntstiftlinien. GÜNTER WALTER: „Das Bildformat ist in sechs Teile geteilt und in jedem Teil sind nochmals Unterteilungen und diese sechs Einzelabschnitte sind unterschiedlich breit, damit eine unregelmäßige Abfolge entsteht und keine regelmäßige.“

 

>>> Noch bis 12. Mai ist der Bericht downloadbar unter

http://tvthek.orf.at/profile/Steiermark-heute/70020

 


Bericht von MICHAELA REICHART in der Kronenzeitung vom 7. Mai 2017


Fotos der Eröffnung und der Führungen sowie des Galerietage-Rundgangs

 

GÜNTER WALTER führt durch seine Ausstellung

 

GÜNTER WALTER im Gespräch mit dem Rundgangsleiter LORENZ eSeL SEIDLER

 

Rundgang mit der vierten Station durch die Ausstellung GÜNTER WALTER "PARALLELEN" im MUWA mit LORENZ eSeL SEIDLER und Galerientage-Organisatorin TANJA GASSLER

 

Eröffnung am 5. Mai 2017, 19:00 Uhr

 

Rede zur Eröffnung / Künstlergespräch:

Dr. Theres Rohde, Kuratorin am Museum für Konkrete Kunst Ingolstadt

 

Ausstellung: 6. Mai bis 1. September 2017

http://www.guenterwalter.de/

 

Den musikalischen Part des Abends bestritt die Grazer Band I LOVE MILK - Miguel Pettenhofer und Charlotte Hirschberg.

 

Die offzielle Eröffnung der Galerientage von aktuelle kunst in graz fand heuer im MUWA statt!

> Führung mit dem Künstler GÜNTER WALTER am 6. Mai 2017, 14:00 Uhr

> Führung durch die WALTER-Ausstellung am 7. Mai 2017, 13:00 Uhr

> Rundgang mit LORENZ eSeL SEIDLER, Fotograf, Kurator, Moderator,

    am 7. Mai 2017, Start um 14:00 Uhr im < ROTOR >, Volksgartenstrasse 6a

1. < ROTOR > Productive Wild Archive < rotor > 1999 (1994) – 2006

2. RHIZOM Catrin Bolt. Kapitalistischer Imperativ Capitalistic Imperative

3. GALERIE SCHAFSCHETZY Maria Temnitschka lost in thought

4. MUSEUM DER WAHRNEHMUNG Günter Walter. Parallelen Parallel lines

5. KUNSTGARTEN ICH & DU ODER SINNLICHKEIT & SINN ME & YOU: SENSIBILITY & SENSE. Beba Fink, Bishwajit Goswami, Renate Oblak, Karin Petrowitsch, Edda Strobl

 

Beide Führungen und der Rundgang fanden im Rahmen der Galerientage von aktuelle kunst in graz statt!

 

aktuelle kunst in graz Galerientage 5.-7. Mai 2017

  • Freitag, 5. Mai 2017, 18:00 bis 23:00 Uhr
  • Samstag, 6. Mai 2017, 10:00 bis 19:00 Uhr
  • Sonntag, 7. Mai 2017, 10:00 bis 17:00 Uhr

--> Eintritt frei im Rahmen der Galerientage!

http://www.galerientage-graz.at/

 

 

 

 

 

Günter Walter

 

 

 

 

Theres Rohde

Foto: Christine Olma

 

GÜNTER WALTER "Parallelen"

 

Linien und Farben sind die Komponenten im Werk des konkreten Künstlers GÜNTER WALTER (D), der daraus eine eigene Formensprache entwickelt. Parallel gesetzte, gerade Bleistift- oder Buntstift-Linien erzeugen Flächen von unterschiedlich dichter Struktur, wobei die Linie die Form vom Untergrund nicht in erster Linie umrandend abgrenzt, sondern als autonomes Gestaltungsmittel im Fokus steht. Diese oftmals eng nebeneinander gesetzten, teilweise ineinander greifenden, vielfach horizontal verlaufenden Linien strukturieren den Bildraum und verleihen ihm einen bestimmten Rhythmus, der variiert in mehreren Arbeiten auftaucht, arbeitet er doch meist in Serien. In seiner Ausstellung „Parallelen“ im Museum der Wahrnehmung zeigt GÜNTER WALTER Zeichnungen aus vier Bleistift- und vier Buntstiftserien.

Variationen in Struktur und Rhythmus tauchen ebenso bei Bleistift-Arbeiten mit sich kreuzenden Linien auf, welche trotz einer bestimmten Anzahl von Quadratflächen innerhalb des Werkes die Vorstellung eines Ausschnittes aus einem größeren Ganzen evozieren. Hier erfordert das Erkennen der ordnenden Struktur meist eingehendere Betrachtung im Unterschied zu der sich zügig erschließenden Ordnung in den Zeichnungen hauptsächlich horizontaler Linienführung, nach den Prinzipien lang - kurz, ganz - geteilt, symmetrisch - asymmetrisch, dicht - lose, rechts - links sowie oben - unten.

 

Ausgehend vom reduzierten Formenrepertoire - aus anfänglich gearbeiteten Schraffuren zur Darstellung von Flächen unterschiedlicher Farbqualität blieb schließlich die singuläre Linie - verwendet GÜNTER WALTER eine bestimmte Anzahl von reinen, ungemischten Farben, die in seinen Arbeiten interagieren, basierend auf subtilen Hell-Dunkel-Effekten, dem Komplementär- und Simultankontrast oder der Tiefenwirkung von Farben. Aus einiger Entfernung betrachtet erscheinen die aus Linien erarbeiteten Flächen stärker als solche, die Linien treten zugunsten der Farbe und dem damit verbundenen, differenzierten Ausloten von Farbnachbarschaften deutlich zurück. Eine nahezu distanzlose Betrachtung wiederum, ein Heran-Zoomen gewissermaßen, ermöglicht das Erkennen minimaler Unregelmäßigkeiten der Linie, geschuldet dem manuellen Prozess beim Farbauftrag mit Bunt- und Bleistiften: sich verändernder Druck oder Veränderung der Strichbreite durch Abrieb beim Ziehen einer Linie auf Papier über eine bestimmte Distanz oder auch das Durchscheinen des Papieruntergrundes. Diese feinen Unregelmäßigkeiten fordern auf zum genauen visuellen Abtasten jeder Arbeit. Dadurch entfalten die Zeichnungen ihren Reiz und grenzen sich zugleich ab von den Möglichkeiten der digitalen Herstellung.

 

Eva Fürstner

 

 

 

GÜNTER WALTER "Parallel lines"

 

Lines and colours are the components in the works of GÜNTER WALTER, concrete artist, who developes an individual vocabulary. Parallel lines of pencil and crayon create surfaces of varying dense structure whereby the line does not primarily delimit the shape from the underground but acts as an autonomous instrument of creation. These lines which are often drawn in nearest juxtaposition, some interleaved and mainly horizontally provide the image space with a texture and a certain rhythm which appears varied in several works as the artist works serially. GÜNTER WALTER shows in his exhibition "Parallel lines" in the Museum of Perception drawings of four series of pencil and crayon.

 

Variations in structure and rhythm also appear in pencil works with crossing lines which evoke the idea of a detail out of a larger entirety despite a defined number of squares within a drawing. These works require usually detailed watching to find out the arranged structure, in comparison to the system in the drawings of horizontal lines which can be captured easily, following the principles long - short, complete - split, symmetrical - asymmetrical, clustered - diverged, right - left as well as top - bottom.

 

GÜNTER WALTER reduced his repertoire of shapes, from early hatching to represent shapes of different quality of colour to the singular line. He now uses pure, unmixed colours which interact in his works, based on subtle effects of pale and dark, the complementary and simultanous contrast or the depth effect of colours. Examined from a distance the shapes as a result of lines emerge, while the lines eclipse in favour of the colour and the associated, distinguished leading of colour environments. A nereby approached contemplation, effectively a zoom on it, enables to discern minimal irregularities of the line due to the manual process of colour application with pencils or crayons: changing pressure or variation of the stroke through abrasion while drawing the line on the paper along a certain distance as well as the translucency of the paper underground. These delicate irregularities ask for accurate visual scanning of each created work. Thereby the drawings develop their allure and illustrate the difference to the possibilities of digital fabrication.

 

Eva Fürstner

 

 

 

GÜNTER WALTER, geboren 1943 in Fürth/Bayern, Studium an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg, Mitglied im Künstlerbund Baden-Württemberg, lebt und arbeitet in Freiburg. Zahlreiche Einzelausstellungen (Auswahl): 2017 Galerie Abbühl, Solothurn, Schweiz, Kunstverein Erlangen; 2016 pro arte Ulmer Kunststiftung; 2015 märz Galerie Mannheim, Galerie Ulf Larsson, Köln; 2014 Galerie Linda Treiber, Ettenheimmünster, kunst galerie fürth, Merdinger Kunstforum; 2013 Stadtmuseum Hüfingen, Verein für aktuelle Kunst Ruhrgebiet (VfaK); 2012 märz Galerie Mannheim, Akademiegalerie im Weisbachschen Haus, Plauen, Galerie aircube, Linz; 2011 Kunsthaus Rehau, Institut für konstruktive Kunst und konkrete Poesie, märz Galerie Mannheim, Galerie artopoi, Freiburg; 2010 Galerie artopoi; Ausstellungsbeteiligungen u.a. im Kunstverein Tiergarten, Berlin, in der Galerie Hein Elfering, Staphorst, in der galerie konkret, Sulzburg, im Museum modern art, Hünfeld, in der Gesellschaft für Kunst und Gestaltung (gkg), Bonn. 1977 Preis der Commerzbank Nürnberg für Malerei. Arbeiten in öffentlichen und privaten Sammlungen, u.a. in der Sammlung Eugen Gomringer, Institut für konstruktive Kunst und konkrete Poesie, Rehau, im Regierungspräsidium Freiburg und in der pro arte ulmer kunststiftung.

 

THERES ROHDE, geboren 1983 in Heidelberg, ist Kuratorin am Museum für Konkrete Kunst in Ingolstadt. Die Medien- und Kulturwissenschaftlerin studierte an der Bauhaus-Universität Weimar und der Università degli Studi di Modena e Reggio Emilia. Von 2011 bis 2013 war sie Stipendiatin am DFG-Graduiertenkolleg Mediale Historiographien zum Thema Die Bau-Ausstellung zu Beginn des 20. Jahrhunderts oder „Die Schwierigkeit zu wohnen“. In diesem Rahmen veröffentlichte sie Beiträge zu den Ausstellungsarchitekturen Ludwig Mies van der Rohes, zu Manuals und Warenbüchern sowie zum Expositionswesen der 1920er und 1930er Jahre. Am Museum für Konkrete Kunst setzt sie nun eigene Ausstellungen im Kunst- wie im Designbereich um, etwa Verknüpft. Haleh Redjaian und die Sammlung, Logo. Die Kunst mit dem Zeichen und ganz aktuell Out of Office. Büro-Kunst oder das Büro im Museum.